Achtung Whiplash – Menschen und Pferde up in the air!

by on 02/20/2015

Flattr this!

Angewandte Filmosophie zum Wochenende

Wir geben euch Tipps für die cineastische Wochenendgestaltung

am 21. und 22. Februar 2015

cutrin empfiehlt Whiplash von Damien Chazelle im Kino

© Sony Pictures Releasing GmbH

© Sony Pictures Releasing GmbH

Whiplash ist als einer der besten Filme des letzten Jahres in Erinnerung geblieben und kommt nun auch endlich in die deutschen Kinos. Die Sichtung ist von meiner Wenigkeit dringend empfohlen, denn dieser Streifen verpasst uns im wahrsten Sinne des Wortes ein cineastisches Schleudertrauma. Er sieht großartig aus und entwickelt einen extrem unterhaltsamen Sog, bietet einen echten Ohrenschmaus uuuuund…. (Trommelwirbel): J.K. Simmons in seiner wahrscheinlich besten Rolle. Nach all den Jahren steht der ewige Nebendarsteller endlich da, wo er hingehört: im Rampenlicht, und zwar als waschechte Rampensau. Vielleicht gibt es ja demnächst sogar einen Oscar für diese Leistung. Und Miles Teller ist auch nicht schlecht.

dennis empfiehlt Up in the Air von Jason Reitman am Samstag, den 21. Februar um 20:15 Uhr auf Pro7

Up in the air

© Paramount Pictures Germany

Reitmans Up in the Air von 2009 ist einer dieser Filme, über die ich lange nachgedacht habe und bis heute nur schwer nachvollziehen kann warum er mich so anzieht. Es ist ein Film, der ohne Action auskommt und eben nur auf die Geschichte aufbaut – und das ist das Gute daran. Sie ist ruhig und still und sagt doch viel über unsere heutige Zeit aus. Und zwischen all diesen genialen und doch irgendwie zynischen Dialogen, die der entwurzelte George Clooney auf seinen „Geschäftreisen“ von sich gibt, verbirgt sich eine Geschichte die im Grunde genommen zu tiefst traurig ist – menschlich und gesellschaftlich gesehen. Ja, vielleicht ist das, was diesen Film ausmacht: er öffnet sich einem erst, wenn man in sacken lässt.

© NFP

© NFP

filmosophie empfiehlt Von Menschen und Pferden von Benedikt Erlingsson im Kino:

Das Glück liegt auf dem Rücken der Pferde. Das sagt man doch so, oder?! Niemals jedoch erwies sich diese Redensart als derart zutreffend wie in Benedikt Erlingssons Von Menschen und Pferden, der mehrere in Island angesiedelte Episoden von, naja, eben von Menschen und Pferden erzählt. Dabei sind erstere hier die deutlich fragwürdigeren Figuren, die mit dem so typischen, bitteren skandinavischen Humor ordentlich vorgeführt werden, während die Island-Ponys hier die wahren Helden darstellen. Nach Von Menschen und Pferden will man eigentlich sofort den nächsten Island-Urlaub oder eine Reitstunde buchen. Oder am Besten beides!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* 0+8=?

Kommentare werden moderiert. Es kann etwas dauern, bis dein Kommentar angezeigt wird.