Adaline und die Aliens

by on 07/10/2015

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Angewandte Filmosophie zum Wochenende

Wir geben euch Tipps für die cineastische Wochenendgestaltung

am 10., 11. und 12. Juli 2015

cutrin empfiehlt Für Immer Adaline von Lee Toland Krieger im Kino

© Universum

© Universum

Blake Lively wollte ich bisher einfach nicht so richtig wahrnehmen – doch da stand sie nun plötzlich im Mittelpunkt dieses Melodramas. In Für Immer Adaline ist sie als Adaline Bowman zu sehen, die seit einem Unfall in den 1930er Jahren einfach nicht mehr altert und deswegen ein zurückgezogenes Leben führt – bis sie im Jahre 2015 einem Mann begegnet, vor dem sie sich nicht mehr verstecken will. Der Film von Lee Toland Krieger ist kein handwerklich perfektes Meisterwerk, er berührt aber durchaus als die Geschichte einer ganz besonderen Frau. Und noch viel spannender: er ist auch eine kluge und überhaupt nicht trockene Abhandlung über die Darstellung der Frau in den Künsten und Medien des 20. Jahrhundert. Schließlich erhält die augenscheinlich perfekte Adaline über Jahrzehnte hinweg nicht die Erlaubnis zu altern und wird stattdessen kontinuierlich unterschätzt. Genauer habe ich das hier auch in meinem Text zum Film aufgeschrieben.

dennis empfiehlt Krieg der Welten von Steven Spielberg am Freitag, den 10. Juli um 20:15 auf ProSieben

War of the worlds

© Universal Pictures Germany

Fans von Tom Cruise wird der Film freuen, andere aber auch. Spielberg zeichnet in seiner Verfilmung von H. G. Wells Klassikers aus dem Jahr 1898 ein düsteres Bild der Zukunft der Menschheit und auch der möglichen Besucher aus dem All – was auch für den sonst hoffnungsvollen Spielberg selten ist. Was sich schon daran zeigt, dass unsere Gesellschaft, von der wir immer glauben sie sei technisch fortgeschritten, selbst mit den modernsten Waffen keine Chance hat gegen die Invasoren aus dem All. Nicht nur das ist düster, sondern auch der Stil des Films, der konsequent in einen leichten gräulichen Ton getaucht ist und dabei schon wenig Optimismus versprüht. Der Rest an Optimismus wird dann durch das immer präsente und bedrohliche  Knirschen des Stahls der Tripoden zerstört, die hinter jeder Ecke zu lauern scheinen.

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