Stanley Tucci reist am Labor Day ins viktorianische London

by on 09/18/2014

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Angewandte Filmosophie zum Wochenende

Wir geben euch Tipps für die cineastische Wochenendgestaltung

am 20. und 21. September 2014

cutrin empfiehlt Some Velvet Morning von Neil LaBute auf DVD

© Tribeca Film

© Tribeca Film

Von mir gibt es heute mal wieder eine Empfehlung ins Blaue hinein. Some Velvet Morning hat es bei uns nämlich leider nie in die Kinos geschafft, ist nun aber immerhin auf DVD herausgekommen. Schon als ich vor ein paar Monaten erstmals den Trailer sah, landete der Streifen umgehend auf meiner Merkliste. Zum einen halte ich nämlich den männlichen Hauptdarsteller Stanley Tucci (der sonst meist in Nebenrollen zu sehen ist) für sträflich unterschätzt. Zum anderen bin ich aber auch für das Genre schwer empfänglich: Fred (Tucci) hat nach Jahren seine Frau verlassen und steht mit gepackten Koffern vor der Tür seiner Ex-Geliebten Velvet (Alice Eve). Die ist nur leider nicht so begeistert wie er erwartet hat. Es entspinnen sich aufreibende Psychospielchen und aufregende Dialoge – genau mein Fall.

© Paramount

© Paramount

filmosophie empfiehlt Labor Day von Jason Reitman auf DVD

Es gibt so Filme, die lernt man erst im Nachhinein zu schätzen. So verhielt es sich bei mir Labor Day von Jason Reitman. Während der Vorführung empfand ich die Liebesgeschichte mit Kate Winslet und Josh Brolin noch ziemlich schwülstig, doch je länger ich darüber nachdachte, desto mehr Qualität entfaltete eben diese Schwülstigkeit. Reitman inszeniert die erotische Spannung zwischen der depressiven Hausfrau Adele und dem flüchtigen Sträfling Frank so wunderschön an Nebenschauplätzen, wie beispielsweise beim Kuchenbacken, dass mich allein der Gedanke an diese Szenen schon berührt. Gerne würde ich mir den Film noch ein zweites Mal und dann mit wohlwollenderen Augen ansehen und mich vollkommen darin versenken. Und ich kann euch nur wärmstens empfehlen, es mir gleich zu tun!

dennis empfiehlt Sherlock Holmes von Guy Ritchie am Samstag um 20:15 Uhr auf Sat.1:

© Warner Bros. GmbH

© Warner Bros. GmbH

Ich hatte bereits auf meinem alten Blog FRAGMENT FILM einen Artikel zu den verschiedenen aktuellen Interpretationen von Sherlock Holmes geschrieben. Elementary kann ich nicht viel abgewinnen, während ich die BBC Serie Sherlock für eine der besten Serien der letzten Jahre halte und bei mir ganz weit vorne ist. Die beiden Sherlock Holmes Filme von Guy Ritchie (2009 und 2011) spielen da auch ganz vorne mit. Wenngleich die Filme immer noch im viktorianischen London spielen und die Filme hier nur zu gut den technischen Tatendrang dieser Epoche darstellen und für ihre eigenen Zwecke nutzen, haben die Figuren mit Robert Downey Jr. und Jude Law dem ganzen einen neuen und erfreulichen Wind gegeben und sind dabei dem Originalstoff relativ treu geblieben. Besonders Robert Downey Jr. spielt die Figur des extravaganten und teils skurrilen Sherlock Holmes nur zu gut. Sherlock Holmes ist in meinen Augen ein Muss nicht nur für Fans des klassischen Stoffs, sondern auch für Fans aktueller Interpretationen.

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