Das Fenster zum verbotenen Raum

by on 04/08/2016

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Angewandte Filmosophie zum Wochenende
Wir geben euch Tipps für die cineastische Wochenendgestaltung
am 9. und 10. April 2016

cutrin empfiehlt The Forbidden Room von Guy Maddin im Kino

© Kino Lorber

© Kino Lorber

Über ein Jahr hat es gedauert, bis The Forbidden Room nun endlich seinen deutschen Kinostarttermin erhalten hat. Der experimentelle Essayfilm des Kanadiers Guy Maddin lief nämlich zum Beispiel schon im Forum der Berlinale 2015 und gehörte dort zu den absoluten Programmhighlights zahlreicher Kollegen. Kein Wunder, schon in der Theorie klingt das Konzept vielversprechend: der Regisseur verfremdet seine zusammenhangslos erscheinenden Aufnahmen darin nämlich so stark durch Farbfilter und andere Effekte, dass der Eindruck entsteht, es handele sich um Ausschnitte lang vergessener Filme der Stumm- und frühen Tonfilmzeit. Der Plot ist dabei recht zweitrangig, dafür geben sich hochkarätige Gaststars wie Charlotte Rampling, Udo Kier oder Geraldine Chaplin im unaufhaltsamen Bilderfluss die Ehre.

dennis empfiehlt Das Fenster zum Hof von Alfred Hitchcock am Sonntag, den 10. April um 20:15 auf Tele 5

© Paramount Pictures

© Paramount Pictures

Wenn ich einen meiner Lieblingsfilme von Altmeister Alfred Hitchcock nennen müsste, dann würde ich zweifelsohne Das Fenster zum Hof mit James Stewart und der wunderschönen Grace Kelly in den Hauptrollen nennen.
Nicht nur, dass der Film all die klassischen Suspense Elemente beinhaltet die die Thriller des Altmeisters ausmachen, sprich, dass der Zuschauer immer mehr weiß als die betroffene Filmfigur, sondern der Film breitet auch den Voyeurismus des Zuschauers, des Kinos und natürlich auch den von Hitchcock aus. Es ist auch dieser voyeuristische Blick des an den Rollstuhl gebundenen Hauptdarsteller, der ihn in die intimen Ecken des Lebens und die Seelen seiner Nachbarn blicken lässt, ihm aber auch fast zum Verhängnis wird.
Und ja, es ist kein Geheimnis, dass Hitchcock eine Faszination für Blondinen hatte. Aber zwischen all den blonden Musen die er über die Jahre hinweg hatte, hat er wohl keine so wunderbar schön und sinnlich in Szene gesetzt wie Grace Kelly, als sie im hellrosa Nachthemd auf Jeffs Bett liegt.

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