Auf Zeitreise von der Schulzeit bis zur Apokalypse

by on 12/19/2013

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Angewandte Filmosophie zum Wochenende

Wir geben euch Tipps für die cineastische Wochenendgestaltung

am 21. und 22. Dezember 2013

 

ben empfiehlt den 2. internationalen Kurzfilmtag am 21. Dezember
© AG Kurzfilm e.V.

© AG Kurzfilm e.V.

Am 21. Dezember ist es wieder so weit: der kürzeste Tag des Jahres steht an, was bedeutet, dass die Tage danach endlich wieder länger werden. Passenderweise wurde dieser Tag von der AG Kurzfilm e.V. dazu auserkoren, dem Kurzfilm zu huldigen. Bundesweit finden aus diesem Anlass über 180 Kurzfilmevents in über 80 Städten statt und auch im Fernsehen findet sich die eine oder andere Programmierung, die dieses Kunstformat würdigt. Veranstaltungs-Spitzenreiter ist Dresden, die Heimatstadt der AG Kurzfilm, mit knapp 29 Events.  Dort werden selbst in den Straßenbahnen der Dresdner Verkehrsbetriebe Kurzfilme gezeigt. Doch nicht nur die Örtlichkeiten sind vielfältig, sondern auch die Themen. Das Programm erstreckt sich von „Schwarzer Humor und weiße Weihnacht“ bis hin zu „Spanish Trash Film Triple Feature“. Das komplette Programm findet ihr auf der offiziellen Homepage, wo ihr euch auch den hübsch animierten Trailer zum Kurzfilmtag anschauen könnt. Viel Spaß!

 

dennis empfiehlt Kate & Leopold von James Mangold am Samstag, 21.12. um 20:15 auf RTL II

© Fox Deutschland

© Fox Deutschland

Ich hatte es diese Woche ja schon an anderer Stelle erwähnt: Hugh Jackman gehört für mich wohl zu den Schauspielern des Jahres 2013. Vielleicht ein Grund mehr, einen Film mit ihm zu empfehlen – oder vielleicht ist es auch die zeitliche Parallele zu Les Misérables, die mich dazu veranlasst. Ich möchte diesen Film aber einfach mal entgegen dem üblichen Muster empfehlen, denn es muss ja nicht immer das herausragende und oscarreife Werk sein, das wir Euch in unseren Tipps nahelegen. Es darf auch einmal eine leichte und doch sehr schöne Liebeskomödie sein, die sich mit einem meiner Lieblingsthemen – der Zeitreise – befasst.
Auch wenn der Film in Hinblick auf die Wissenschaft der Zeitreisen ein paar kleine logische Lücken aufweist, harmonieren die beiden Hauptdarsteller Meg Ryan und Hugh Jackman auf höchst charmante Art und Weise. Darüber hinaus löst der Film auf sehr witzige Weise die typische Zeitreise-Frage: „Was passiert eigentlich, wenn Ereignis X nicht stattfindet?“, so dass der Film ein kurzweiliges und schönes Erlebnis ist.

 

filmosophie empfiehlt Blau ist eine warme Farbe von Abdellatif Kechiche im Kino:

© Alamode

© Alamode

Auch wenn mich Blau ist eine warme Farbe nicht so uneingeschränkt begeistert hat wie viele Kollegen, möchte ich den diesjährigen Cannes-Gewinnerfilm trotzdem unbedingt empfehlen. Regisseur Abdellatif Kechiche gelingt mit seiner Darstellung der homosexuellen Liebesgeschichte zwischen Adèle (Adèle Exarchopoulos) und  Emma (Léa Seydoux) etwas ganz Besonderes. Selten schafft es ein Film, seine Zuschauer derart emotional in seine Geschichte mit einzubinden, selten wirkten Liebe und Sexualität auf der Leinwand derart authentisch. Kechiche begleitet seine Hauptfigur Adèle durch die späte Pubertät, das Erwachen ihrer Homosexualität und ihre erste große Liebe; zeigt Glück, Intimität wie auch Schmerz und Trauer und kann damit etwas, was dem Kino heute leider nur noch selten gelingt: uns vollends aufsaugen. Meine ausführliche Kritik gibt’s hier.

 

cutrin empfiehlt Genug Gesagt von Nicole Holofcener im Kino:

© 20th Century Fox

© 20th Century Fox

Genug Gesagt lässt sich zum einen natürlich aus einem sehr offensichtlichen und traurigen Grund empfehlen: es ist einer der letzten Filme, die der im vergangenen Sommer verstorbene James Gandolfini drehte – und er zeigt hier noch einmal sehr, sehr deutlich, wieso sein Tod ein so großer Verlust ist. Genug Gesagt möchte ich aber auch aus einem weitaus angenehmeren Grund empfehlen: und zwar, weil es sich dabei um eine erfrischend ehrliche Komödie handelt, wie es sie im Kino ruhig öfter geben könnte. Nicht die Jungen und überirdisch Schönen stehen darin im Mittelpunkt, sondern ganz normale Leute mit unglamourösen Alltagsproblemen und dem etwas resignativen Witz, der sich eben einstellt, wenn man Scheidungen hinter sich gebracht hat und morgens im Spiegel mehr als nur das erste graue Haar entdeckt. In meiner Kritik gibt es noch mehr Argumente für Genug Gesagt.

 

patrick empfiehlt This is the End von Seth Rogen auf DVD/Blu-Ray:

© Sony Pictures

© Sony Pictures

Der Weltuntergang war ja in den letzten Jahren und auch speziell in diesem Jahr ein großes Thema, egal ob durch Zombies in World War Z, aus einer zukünftigen Perspektive in Oblivion oder After Earth oder aber aus komödiantischer Sicht in The World’s End oder der jetzt frisch auf DVD und Blu-Ray erschiene This is the End, die natürlich nicht verwechselt werden dürfen. Letzteren fand ich von allen genannten am besten, bin der ganzen Clique um James Franco, Seth Rogen und Jonah Hill seit solchen Komödien-Klassikern wie Superbad oder Knocked Up aber auch sehr zugetan. Hier spielen sie sich alle selbst und nehmen sich und ihren Ruf gehörig auf die Schippe. Mit derbem Humor, vielen grandiosen Cameos und einer hanebüchenen Story hat mich der Film durchweg unterhalten. Wer die Truppe mag, sollte sich den Film schnellstens angucken und sich des Humors erfreuen.

 

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