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quadzar lebt in Bremen und verringert neben seinem Masterstudium Soziologie und Sozialforschung leidenschaftlich den Wiederverkaufswert seiner Tastatur. Mit gleichgewichtetem Interesse zwischen Filmen, Serien und Comics bloggt er äußerst unregelmäßig auf Boomcrashkapow über dies und das aus den papier-, leinwand- und mattscheibenbasierten Traumwelten.

Recent Comments

  • Hungry Hearts - Löwenmütter ohne Tabus - Adam Driver ist mir schon in Girls und Frances Ha positiv aufgefallen (wie alle SchauspielerInnen in der Serie wie auch dem Film). Werd mir Hungry Hearts wohl definitiv mal antun.
  • 20.000 Days On Earth - Ein Tag im Leben eines Rockstars - Die Lichtausstellung von Otto Piene ist wirklich klasse. Nur durch Zufall gesehen, als wir auf dem Weg zum Kino dran vorbeiliefen. Wie verzaubert das Gebäude verlassen.
  • Fünf Gedanken zu Guardians of the Galaxy - Interessanter Text, auf jeden Fall konträr zum Großteil der Meinungen (also begründet, ich meine konträr nicht um des Dissens willens). Dem Punkt mit der Gewalt kann ich aber nicht so zustimmen. Wenn man sich MoS anguckt, dann wirkt die Gewalt so schockierend, weil Zack Snyder mit seinem Auswasch-Filter unbedingt "Realismus" produzieren wollte. Was bei Superman sinnlos ist. Bei Batman geht das noch (bedingt), aber Superman ist eine eher mythisch-idealisierte Figur, die in den 70ern zum Niesen in unbewohnte Galaxien fliegen musste, so viele Superkräfte hatte, dass er sogar Mini-Supermänner aus seinen Händen schießen konnte und vor ein paar Jahren das Universum wieder ins Leben singen (!) musste, als ein Schurke mit einer Formel allen Lebewesen bewiesen hatte, dass Identität und Leben eine Illusion ist und das Universum wegen der Konzentration negativer Energie implodierte. Zack Snyder wollte so etwas realistischer machen, aber wenn man ein solches Wesen realistischer machen will, endet man am Ende mit einem Genickbruch und zerstörten Städten (Alan Moores Watchmen haben "Realismus" in Superhelden schließlich schon ziemlich auf den Punkt gebracht). Die Marvel-Filme kommen mit der Gewalt besser weg, weil sie den Realismus aus dem Fenster schmeißen, was meiner Meinung nach die beste Strategie für Superheldenfilme ist. Diese Filme sind wie Cartoons und ich denke durchaus, dass die PG13-Kundschaft wegen der "wackyness" der Filme diese Formen der Gewalt nicht als für die Realität angebracht sehen. Aber ich muss die Guardians of the Galaxy immer noch erst sehen (Sonntag endlich). Dass dieser Film dir so typifiziert erscheint, hat mich ein wenig überrascht. James Gunn hat schließlich auch Super gedreht, was einer meiner Lieblingsfilme im Genre ist und alle Konventionen auf den Kopf stellt (und dabei bitterböse und sehr emotional zugleich ist). Deswegen hätte ich trotz Hollywood mehr erwartet von den Guardians. Aber ich werds ja sehen.
  • Under the Skin - Mehr, als nur Scarlett Johansson nackt - Du sagst es, der sollte eigentlich auf einer Leinwand erlebt werden. Ich finde, die Ur-Ängste hervorrufenden Bilder passen wirklich perfekt zu der "kleineren" Geschichte. Klein im Vergleich zu 2001, wo der philosophische Universal-Anspruch das Ganze manchmal zu kopflastig wirken lässt. Under the Skin ist dagegen emotionaler (nicht besser, anders) und ich finde das macht die Bilder intensiver. Wenn man sich nach einem Film wie ausgespuckt fühlt, hat das schon was für sich. Für mich wahrscheinlich nicht der 2014er-Film überhaupt, aber definitiv der visuell eindrucksvollste.
  • Buddy und das deutsche Schema S - Und +1 für Knorkator.

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Das Leben schreibt die besten Geschichten. Die Geschichte des kolumbianischen Drogen-Zars Pablo Escobar in Narcos zum Beispiel, der im Prinzip nach Lust und Laune morden konnte. Aber Kolumbien ist nicht das einzige südamerikanische Land mit einer Geschichte reich an Abstrusitäten. El Clan von Pablo Trapero...

The President – Die ewige Frage

Regimekritik findet sich zuhauf. Verbale Unterstützung der dazugehörigen Revolutionen ebenfalls (mit darauffolgender Verdammung). Echte Reflexion aber geht im Medientrubel meistens verloren. Mohsen Makhmalbaf (Kandahar, The Gardener) hat mit The President einen traumartigen Zerrspiegel geschaffen, der einerseits stark stilisiert, andererseits aber auch roh die verschiedenen Ausschnitte gegenüberstellt....

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Schwarze Schatten ist der deutsche Titel des hierzulande recht wenig beworbenen, dafür aber auf Festivals hochdekorierten Anime Nere. Der Film von Francesco Munzi handelt oberflächlich von den Geschehnissen innerhalb einer Mafiafamilie. Wer gleich an Der Pate denkt, liegt falsch. Der hat zwar auch die Familia...

Mistress America – Orientierungslosigkeit als Orientierung

Es gibt Filme, in die ich mich einfach hineinlegen möchte. Die Filme von Noah Baumbach (Greenberg, Frances Ha) und der hier auch als Co-Drehbuchautorin fungierenden Greta Gerwig schaffen es für mich immer wieder in diese Kategorie. Ob das nun an Baumbachs oder Gerwigs Talent liegt,...

Die vielen Tode des Christopher Lee

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Zynische Animationskunst von Don Hertzfeldt

ClipTipp der Woche Wir präsentieren unser Lieblingsvideo der Woche Don Hertzfeldt ist einigen Zeichentrickliebhabern vielleicht ein Begriff und etwas genereller mag sein skuriller Simpsons Couch Gag bekannt sein. Auf dem SXSW Festival gewann er mit seinem neuen Kurzfilm World of Tomorrow jüngst den Best Animated...

Die Jimmy Kimmel School of Perfect Acting

ClipTipp der Woche Wir präsentieren unser Lieblingsvideo der Woche Jimmy Kimmel ist dafür bekannt, dass er gern mal den ein oder anderen (mitmachwilligen) Star durch den Kakao zieht. Vor einiger Zeit brachte er ein Video, in dem er einen „Gymnastik“-Kurs namens Hottie Body Hump Club...

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ClipTipp der Woche Wir präsentieren unser Lieblingsvideo der Woche Sesamstraße und Evil Dead: Das ist meiner Meinung nach ein Begriffspaar, das in seiner Kombination Don’t Hug Me I’m Scared ganz gut beschreibt. Mit ihren aufwändigen Videos imitieren die Mitglieder dieser Puppenspiel-Gruppe den üblichen Ablauf einer...

Wie der Wind sich hebt – Würdiges Finale

Ich weiß nicht, ob die Zurruhesetzung von Hayao Miyazaki wirklich eine Zurruhesetzung ist. Der Anime-Altmeister hat sich schließlich schon ein paar Mal zur Ruhe gesetzt. Wenn es so ist, dann findet sein Anime-Werk mit Wie der Wind sich hebt aber ein würdiges Finale. Alle Filme...

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