Betrunken ist Knochenbrecher Colin Farrell gefühlt Mitte Zwanzig

by on 07/31/2015

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Angewandte Filmosophie zum Wochenende

Wir geben euch Tipps für die cineastische Wochenendgestaltung

am 01. und 02. August 2015

cutrin empfiehlt Gefühlt Mitte Zwanzig von Noah Baumbach im Kino

© Universum

© Universum

Zwar wird Noah Baumbach immer wieder als Woody Allen einer neuen Generation beschrieben (was durchaus nachvollziehbar ist), aber seine Filme funktionieren auch wunderbar ohne den Verweis auf den Altmeister. Trotzdem konnte sich der Regisseur nicht verkneifen, in Gefühlt Mitte Zwanzig verspielt und clever auf zahlreichen Meta-Ebenen mit allerlei Generationenklischees zu spielen. Naomi Watts und Ben Stiller als mittelaltes Paar, das sich mit den Mittzwanzigern Adam Driver (<3) und Amanda Seyfried anfreundet, ist eine wahre Freude. Trotzdem gibt es hier mehr als witzigen Alters-Cultureclash, nämlich eine intelligente Verhandlung unangenehmer Fragen: Verdienen meine Werte und ich es nicht, hochgehalten zu werden? Kreiert ein Zitat tatsächlich einen neuen Bedeutungszusammenhang oder sorgt es nur dafür, dass sein Urheber sich und sein kulturelles Wissen abfeiern kann? Mehr dazu in meiner ausführlichen Kritik.

dennis empfiehlt Alexander von Oliver Stone am Sonntag, den 02. August um 20:15 auf Pro7 MAXX

© Constantin Film Verleih

© Constantin Film Verleih

Man könnte meinen, dass die US-Filmindustrie nicht immer die beste Wahl ist, wenn es darum geht antike Heldensagen zu verfilmen. Wohl aus dem Grund, weil sie stellenweis dazu tendiert Aspekte zu vereinfachen oder gar unnötig zu verkitschen. Im Fall von Alexander kann man das stellenweise auch sagen, doch mit Regisseur Oliver Stone stand wenigstens ein Mann hinter der Kamera, der es versteht Filme mit Pathos zu machen, ohne dabei übermäßig die Fakten aus den Augen zu verlieren oder in Kitsch zu versinken. Auch die Wahl von Colin Farrell für die Rolle von Alexander der Große ist nicht unbedingt falsch, um den durchaus zwiespältigen und sicherlich auch historische verklärten Charakter des makedonischen Feldherrens darzustellen. Kurz: Alexander ist – gerade wegen seiner Pros und Contras, einer dieser Filme, bei dem es einfach gilt das Gehirn auszuschalten und einfach mal die opulente Inszenierung zu genießen.

quadzar empfiehlt Sie nannten ihn Knochenbrecher von Woo-Ping Yuen am Freitag, den 31. Juli um 22:05 Uhr auf RTL Nitro

© WME Home Entertainment

© WME Home Entertainment

Ich weiß noch, wie ich mit 14 diesen Film gesehen hatte und noch Tage darauf versuchte, Walnüsse mit einer bloßen Hand zu knacken. Sie nannten ihn Knochenbrecher ist eigentlich der erste Drunken Master und dementsprechend simpel ist die Geschichte: Der junge Freddy Wong (Jackie Chan) ist ein kämpferischer Draufgänger mit viel Selbstvertrauen, aber ohne Disziplin. Seinem Vater macht er nicht unbedingt Ehre und über einige Missgeschicke hinweg hetzt er ihm versehentlich einen Killer auf den Hals. Um den abzuwehren, muss Freddy natürlich ein sehr viel besserer Kämpfer werden. Glücklicherweise trägt Freddies Onkel auch den Ehre ausstrahlenden Namen Knochenbrecher und ist gewillt, ihn in die (auch für Freddy attraktive) Kunst des betrunkenen Kampfes einzuweisen. Kann Freddy seinen Gegner mit dieser Komponente der Unberechenbarkeit besiegen? Wahrscheinlich schon, aber findet es doch selbst heraus. Leider müsst ihr euch ebenso wahrscheinlich auf einige rapide Schnitte an „brutalen“ Stellen einstellen. Es waren unschuldigere Zeiten in Deutschland. Aber wie der Trailer schon sagt ist der Film dank „Asiens Karate-Tigern“ (aus China…) trotzdem „ein gelber Hammer, der voll ins Schwarze tritt.“ Unschuldigere, sehr deutsche Zeiten.

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