Born to Fight – Kampfkunst mal anders

by on 01/05/2013

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Born to Fight - Sie kämpfen um zu überleben

© 3L Film

Was zeichnet einen guten Film aus? Diese Frage ist schwer zu beantworten. Sehr schwer sogar. Viele Elemente können einen guten Film ausmachen. Es kann aber auch sein, dass ebendiese Elemente zu einem Großteil fehlen und der Film trotz alledem brauchbar ist. Zumal das Genre einen erheblichen Teil des Wesens eines Films ausmacht. Ein Horrorfilm braucht zum Beispiel keinen Humor und keine Romantik, während eine RomCom voll und ganz auf Grusel verzichten sollte – logisch, verständlich. Was allerdings so ziemlich jeder Film, nicht nur die guten, haben sollte, ist eine Story. Gemeinhin werden die Werke, die mit sauber ausgedachten Geschichten und feinen Dialogen punkten können, am höchsten bewertet. Auch das ist ziemlich klar, denn der Aufwand und die Arbeit dahinter steht im Verhältnis zum Ergebnis – nicht immer, aber oft. Im Rückschluss würde das ja bedeuten, dass solche Filme mit geringer Storydichte weniger gut sind. Das stimmt so natürlich nicht so ganz. Natürlich können Filme mit wenig Geschichte gut sein, es kommt nur darauf an, in welchem Genre sie zuhause sind. Einige Actionfilme haben beispielsweise eine recht dünne Story, unterhalten aber dennoch prächtig. Dabei kommt es eben stärker auf die Schauwerte an. Das gilt in besonders hohem Maße für Born to Fight – Sie kämpfen um zu überleben.

Dieser thailändische Martial-Arts-Kracher hat eine Story, die auf die Rückseite einer Briefmarke passt – aber bei den Fights und den Stunts haut’s einem den Blinker raus! Mit Großraumdisco-Technomusik unterlegt werden hier Rugby, Fußball und Turnen im Kampfkunst-Stil durchexerziert, während der Body Count in die Höhe pfeift und die Szenerie schlussendlich in einer infernalischen Explosion aufgeht. Im Grunde ist das die ganze Story von Born to Fight – Sie kämpfen um zu überleben. Naja, fast. Der durch den Tod eines Freundes emotional belastete Ex-Cop Daew (Dan Chupong) befindet sich mit ein paar Topsportlern in einem Dorf. Dort fällt die Gang eines Drogenbarons, der von Daew in den Knast gebracht wurde, ein, um den Boss freizupressen. Und wie sollte es anders sein: Daew und die Athleten wehren sich mit allen Mitteln – und dazu gehört eben auch der spektakulär choreographierte und zweckentfremdete Einsatz von Leistungssportübungen.

© 3L Film

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Dabei habe ich vollstes Verständnis für diejenigen, die dabei das große Grausen bekommen, denn wer keine Freude daran hat zuzusehen, wie Leute Wände hochrennen, sich mit Fußtritten die Schnauze polieren oder wie ein Bazookageschoss einen Menschen in seine Einzelteile zerlegt, der möchte vermutlich am liebsten den Fernseher aus dem Fenster werfen. Es ist eben, wie so oft im Leben, Geschmackssache. Aber verdammt noch mal, es sieht einfach übelst geil aus, was Regisseur Panna Rittikrai da inszeniert hat! Wer es also hart und akrobatisch mag, und auf ein ausgefeiltes Drehbuch auch mal verzichten kann, der ist hier genau richtig! Dann sollte man aber auch noch den Abspann angucken, denn dort sieht man, wie die Stuntmen sich während der Dreharbeiten selbst zerschrotet haben…

One Response to “Born to Fight – Kampfkunst mal anders”

  • Kai says:

    Danke für den Hinweis auf diese Martial Arts Perle.
    Ich habe zwar einige Dialoge nicht nachvollziehen können, aber die ganze Action hat für viel Unterhaltung gesorgt.

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