Company of Heroes

by on 02/28/2013
© Sony Pictures Home Entertainment

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Company of Heroes ist ein Echtzeit-Strategiespiel. […] Die Handlung von Company of Heroes spielt während des Zweiten Weltkriegs und beginnt mit der Kampagne der Landung der Alliierten in der Normandie, dem D-Day. Durch Erobern und Halten von Ressourcenpunkten verdient der Spieler die drei Rohstoffe Arbeitskraft, Munition und Kraftstoff. Fast jede Aktion im Spiel kostet mindestens einen der Rohstoffe[…]. Gleiches gilt für das Rekrutieren von Einheiten. Das Schlachtfeld ist in etwa gleich große Gebiete eingeteilt.

Warum die Einleitung ganz dreist aus der deutschen Wikipedia kopiert wurde? Weil ich dieses Game nie selber gespielt habe. Ich kenne es noch nicht einmal. Genauer gesagt kannte ich es nicht. Denn ich habe mir den Film Company of Heroes angesehen, der auf dem Spiel basieren soll. Da wurde ich dann doch neugierig und habe mich ein wenig eingelesen. Jetzt weiß ich zumindest ungefähr, um was es in dem Strategiespiel geht. Selber schildern könnte ich es allerdings nicht besonders gut, weshalb ich mich für das Zitieren des Wikipedia-Artikels entschieden habe. Es ist ja durchaus wichtig, die Vorlage kurz zu beschreiben, um den dazugehörigen Film besprechen zu können. Das Game ist schließlich die Adaptionsbasis.

Ob das für den Film Company of Heroes aber tatsächlich gilt, wage ich zu bezweifeln. Womöglich werden ein paar Namen aus dem Spiel aufgegriffen, und auch die ein oder andere Szene mag sich daran anlehnen, aber dazu kann ich nichts sagen, da mir die Kenntnis fehlt. Und selbst wenn wir annehmen, dass die filmische Umsetzung sich storytechnisch nah an der virtuellen Vorlage orientiert, dann kann doch festgehalten werden, dass das Ergebnis ganz schöner Murks ist.

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Die Geschichte ist schnell zusammengefasst:

Während der Ardennenoffensive bekommen ein paar hinter feindliche Linien geratene US-Soldaten Wind davon, dass die Nazis eine Superwaffe entwickeln. Eine Geheimmission der Alliierten soll einen abtrünnigen deutschen Wissenschaftler retten, der das Programm leitet. Die bunt gemischte alliierte Truppe unternimmt trotz geringer Chancen auf Erfolg einen Vorstoß ins Feindesland, um den Wissenschaftler aufzuspüren und die drohende Katastrophe abzuwenden.

Klingt mau, muss einem Kriegsfilm aber noch nicht das Genick brechen. Viele große (und großartige) Genrevertreter haben auch keine ausgefeiltere Story zu bieten, fesseln den Zuschauer aber dennoch. Dem von Don Michael Paul (Regisseur von „Klassikern“ wie Halbtot – Half Past Dead und Lake Placid 4, der auch als Schauspieler durch „Kult-Hits“ wie Cross Riders – Teufelskerle auf heißen Maschinen oder Hörigkeit – Gefährliche Liebe seine Spuren hinterlassen hat) gedrehten Film gelingt dies jedoch nicht. Gar nicht. Null.

Dabei habe ich noch gehofft, dass eine kleine Perle in meinem Player liegt. Immerhin wirken in Company of Heroes Leute wie Tom Sizemore, Vinnie Jones, Neal McDonough und Jürgen Prochnow mit. Da hat mir mein Gehirn aber mal wieder einen Streich gespielt. Durch radikale Selektion hat es Filme wie Evil Beast, Cross – Das Ende ist nah, Ich weiß, wer mich getötet hat und House of the Dead ganz, ganz tief im Unterunterunterbewusstsein vergraben. Das ist zwar nett von meinem Gehirn, führte jedoch dazu, dass bei den genannten Namen nicht sofort meine Trash-Sirene anging. Diese Schauspieler haben nämlich – mal weniger starke, mal ganz schön heftige – Macken in ihrer jeweiligen Filmographie. Company of Heroes können sie alle unter „Ich hatte Zeit und bekam dafür Kohle“ ablegen. Nicht dass dieser Film dilettantischer Machart wäre, rein optisch gibt es wenig zu meckern – vor allem, wenn berücksichtigt wird, dass es sich hierbei um einen Direct-to-DVD-Produktion handelt.

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Company of Heroes besteht aber leider aus nicht mehr als einfallslosem Gekloppe und Geballer. Die paar Dialoge zwischendurch sind so unwichtig, dass sie in Sekundenschnelle aus dem Gedächtnis verschwinden, den Mitwirkenden wurde nicht wirklich viel abverlangt und der Unterhaltungswert hält sich in argen Grenzen. Company of Heroes ist ein Film, bei dem der Zuschauer ab einem gewissen Punkt versucht ist, die Skip-Taste in Anspruch zu nehmen.

Für diejenigen, die mit dem zugrundeliegenden Spiel nichts am Hut haben, ist Company of Heroes keine Empfehlung wert. Und ob Fans des Games ihr geliebtes Hobby in diesem Film wiedererkennen, bleibt ebenso zweifelhaft. Da stellt sich die Frage, für wen dieses Werk geschaffen wurde. Die Antwort lautet wahrscheinlich: Für die Produzenten, die mit dieser spannungsarmen und vergessenswerten Ausschussware ein bisschen Knete verdienen können. Diesen Film sollten sich also nur Leute zulegen, die der Meinung sind, dass es den Produzenten finanziell schlecht geht…

VERKAUFSSTART: 11. April 2013

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