Das war die San Diego Comic Con: Die Superhelden

by on 07/20/2012

© Marvel/Disney

Sie ist zweifellos eine der wichtigsten Popkultur-Messen überhaupt: Die San Diego Comic Con. Was als eine der beliebtesten Conventions für amerikanische Comic-Fans startete, entwickelte sich mit der Zunahme wichtiger Comic-Verfilmungen und Genre-Produktionen zum Nonplusultra für die großen Studios und Sender. Da ich leider Gottes nicht reich bin, war der Besuch der Messe für mich keine Option. Das hindert mich aber nicht daran, einen Artikel über die wichtigsten Neuigkeiten aus dem Nerd- und Geekmekka zu schreiben. Was war los auf der Comic Con?  Eine Menge, weswegen dieser Artikel in zwei Teile aufgespaltet wird. Beginnen wir mit den Superhelden.

Marvel Cinemativ Universe

Wir berichteten bereits, dass die Guardians of the Galaxy nun fest in den Drehplan von Marvel eingearbeitet sind. Auf der Comic Con gab es ein erstes Konzeptbild zum Film zu sehen und die Zusammensetzung des Teams wurde bekanntgegeben. Groot (sprechender Baum) und Rocket Raccoon (Bad Ass-Waschbär) sind dabei (ScreenCrush). Yay! Außerdem wurden Schrumpf-Szenen aus dem von mir heiß erwarteten Ant-Man (Edgar Wright) und Iron Man 3 gezeigt, die Fans wie Journalisten in Verzückung versetzten. Robert Downey Jr. gab sich in seiner Rolle als Tony Stark mit Iron Man – Handschuh die Podiumsehre und der neue Trailer zeigte die Zerstörung seiner Villa, unterlegt mit der Stimme von Ben Kingsley als Mandarin. Damit ist Kingsleys Schurkenrolle endgültig bestätigt.

Auch die neuen Titel stehen nun fest: Captain America – Winter Soldier (interessante Lektüre dazu hier), Thor – The Dark World sowie die bereits bekannten Iron Man 3 und Guardians of the Galaxy (Deadline). Marvel holte sich außerdem vor Kurzem die Rechte am PunisherFranchise zurück. Das ist aber noch nicht alles. Denn es könnte durchaus sein, dass Thomas Jane sich wieder seinen Totenkopfanzug anzieht. Insbesondere aufgrund der Tatsache, dass er genau das für den unabhängig produzierten Kurzfilm Dirty Laundry von Phil Janou schon getan hat. Dieses durch Ron Perlmans Minirolle veredelte, nicht leicht verdauliche Stück Gewalt- und Vigilantismusfantasie wurde auf der Comic Con gezeigt und ist inzwischen allgemein zugänglich (/Film). Vielleicht sehen wir Thomas Jane bald wieder auch auf der Leinwand in der Rolle des Frank Castle.

Man of Steel, Dredd und  Lone Ranger

DC wartete mit einem ersten Trailer zu Man of Steel von Zack Snyder auf, der den Heimatplaneten des Stählernen, einige scheinbar beeindruckende Flugszenen und den Clinch des Titelhelden mit dem Militär zeigte. /Film und io9 geben sich äußerst enthusiastisch, was auch mich in Begeisterung versetzt. Der Reboot soll wesentlich düsterer werden als Superman Returns. Dort war Superman „dieser große, blaue Pfadffinder auf einem Thron, den niemand berühren konnte. Aber wir haben versucht, ihn so neu zu schaffen, dass er die Scheiße aus den Leuten rausprügeln kann.“ Das sagte Zack Snyder auf der Comic Con und ich bin mir nicht sicher, ob es notwendigerweise etwas Gutes bedeutet. In einem Interview gab sich Kostümillustrator Phillip Boutte (Captain America) darüber hinaus gesprächig, sprach über das frische und interessante Alien-Image des rotblauen, grundguten Ur-Superhelden und kommentierte die Tatsache, dass der klassische Schurke General Zod zum Teil aus CGI bestehen wird (Movie Bytes).

Auch der vor Kurzem durch seinen ersten Trailer neu angehypte Dredd (Pete Travis) war auf der Comic Con zugegen. In voller Länge wurde der Film mit Karl Urban gezeigt und befriedigte vor allem die um Authentizität besorgten Fans des britischen Comics. Io9 verfasste eine Kritik voller Lob und betonte die Tatsache, dass Karl Urban es tatsächlich schafft, den gnadenlosen Judge Dredd (im Gegensatz zu Sylvester Stallone) trotz oder gerade wegen des niemals abgenommenen Helms menschlich aussehen zu lassen.

Leider konnte ich den Lone Ranger nicht so ganz einer Kategorie zuordnen, doch irgendwie ist der gute Mann auch ein Superheld. Indianer Johnny Depp und Ranger Armie Hammer waren ebenfalls auf der Comic Con zugegen, zumindest ihre Leinwandpendants. Erste Szenen des Films von Fluch der Karibik – Macher Gore Verbinski  zeigten ein düsteres Wild-West-Epos, das eine Kollision mit der Obskurität zu vermeiden versucht. Leider ging die Preview auf dem Disney Panel neben den Clips zu ParaNorman, Oz – The Great and Powerful und FrankenWeenie kläglich unter. Für ein eigenes Urteil werden wir auf den ersten Trailer warten müssen (Huffington Post).

 

 

2 Responses to “Das war die San Diego Comic Con: Die Superhelden”

  • filmosophie says:

    Diskreditiere ich mich selbst für immer und ewig, wenn ich sage, dass ich mich in Anbetracht dieser Neugikeiten eigentlich nur auf mehr gutgebaute Männer in engen Superhelden-Outfits freue?

  • felix says:

    Nur ein bisschen. Freu dich doch genauso auf die gut gebauten Bäume und Waschbären. Es ist relativ großartig zu verfolgen, wie Marvel grade nach und nach seinem Universum cineastisches Leben einhaucht. Die besten Sachen liegen noch vor uns, aber hier gibts schon wieder einige marveltastische Leckerbissen, auf die man sich freuen darf.

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