Dating Queen Bruce Willis schaut Mission: Impossible – Rogue Nation

by on 08/14/2015

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Angewandte Filmosophie zum Wochenende
Wir geben euch Tipps für die cineastische Wochenendgestaltung
am 15. und 16. August 2015

dennis empfiehlt Mission: Impossible – Rogue Nation von Christopher McQuarrie im Kino

© 2015 Paramount Pictures

© 2015 Paramount Pictures

Mission: Impossible – Rogue Nation von Christopher McQuarrie gehört zu meinen Überraschungen der letzten Wochen. Im Gegensatz zu manchem der letzten Teile der Mission: ImpossibleReihe, ist dieser 5. Teil kein Schaulaufen von Hauptdarsteller Tom Cruise. Im Gegenteil, es ist erfreulich, dass das Team als Ganzes in den Vorgrund rückt. Überhaupt besinnt sich dieser Teil auf seine alten Werte und verweist mehr als einmal auf den ersten Teil der Reihe, der 1996 unter der Regie von Brian de Palma in die Kinos kam. Aber der Film ist nicht nur selbstreflexiv und erfrischend selbtironisch, sondern er ist auch eine Hommage an das Agentenfilm-Genre per se, von John le Carré bis hin zu – ja, unglaublich aber war – Casablanca von Michael Curtiz. Ach ja, Action satt gibt es natürlich auch. Die deutsche Kritik sieht das genau so und erklärt den Film nicht ohne Grund zum Action-Spektakel des Jahres. Meine ausführliche Kritik findet ihr hier.

 

cutrin empfiehlt Dating Queen von Judd Apatow und Amy Schumer im Kino

© Universal Pictures International Germany GmbH

© Universal Pictures International Germany GmbH

Von Trainwreck zu Dating Queen – der deutsche Titel klingt im ersten Moment mal wieder schlimm. Eigentlich ist er aber so konventionell, dass er schon wieder angenehm darauf hinweist, dass man um promiskuitive Frauenfiguren im Kino gar kein großes Fass aufmachen muss. Der Misogynist, der vergangene Woche in einem Kino in Lafayette zwei Frauen und sich selbst bei einer Vorführung erschoss, sah das offenbar anders. Autorin und Hauptdarstellerin Amy Schumer setzt sich mittlerweile für mehr Regulierungen bei der Ausgabe von Waffen ein, ihren Film nur noch im Licht der Tragödie zu sehen, wäre aber trotzdem schade. Denn Dating Queen ist eine unterhaltsame Komödie mit einem überraschend fähigen LeBron James und einer solariumgebräunten Tilda Swinton in den Nebenrollen, mit deftigem Witz (typisch Schumer – wer ihren Humor mag, wird auch den Film mögen) und vor allem – ganz wichtig – keiner messianischen Bekehrung für die Hauptfigur. Mehr dazu in meiner ausführlichen Kritik.

quadzar empfiehlt Looper von Rian Johnson am Sonntag, den 16. August um 20:15 Uhr auf RTL

© Ascot Elite

© Ascot Elite

Zeitreisefilme gibt es viele und die meisten scheren sich kein bißchen um die kausale Logik. Was auch vollkommen in Ordnung ist, weil es nunmal kein empirisches Beispiel gibt, auf das sich die Filmemacher beziehen könnten. Zeitreisen sind eben ein interessantes „Was wäre wenn“-Vehikel. Eines der ausgefeilteren Exemplare ist aber auf jeden Fall Looper von Rian Johnson (Star Wars Episode VIII): Der junge Joe (Joseph Gordon-Levitt) arbeitet für Gangster aus der Zukunft, die per Zeitreise ihre Opfer in seine Zeit zurückschicken. Das perfekte Verbrechen. Dumm nur, dass sein älteres Ich (Bruce Willis) plötzlich vor seiner Flinte erscheint. Es entwickelt sich ein kausales Dilemma, denn Zukunfts-Joe will den zukünftigen Verbrecherkönig umbringen, der wiederum seine Zukunftsfrau umbringen ließ (beziehungsweise lassen wird). Zurzeit ist der aber noch der kleine Sohn von Sara (Emily Blunt) und Gegenwarts-Joe hat ein gewaltiges Problem damit, einen kleinen Jungen umzubringen. Meiner Meinung nach ist Looper neben Primer einer der clevereren Zeitreise-Puzzles der jüngeren Zeit (obwohl Primer mit Sicherheit kein Popcorn-Kino ist). Und auch einer der wenigen jüngeren Filme, in denen Bruce Willis keine absolute Schlaftablette ist. Eine vollständige, etwas anders ausfallende Kritik gibt es bei uns von filmosophie und falls ihr nach dem Film verwirrt seid: Es kann alles über parallele Zeitstränge erklärt werden, wie diese Looper-Infografik zeigt.

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