Der ultimative Filmosophen-Jahresrückblick 2013

by on 12/31/2013

Das Jahr 2013 neigt sich dem Ende zu und so wollen auch wir auf unsere filmischen Erlebnisse der letzten 12 Monate zurückschauen. Dem Konzept unseres Blogs treu bleibend, verzichten wir auf pauschale Aussagen wie „der beste Film“ oder „der größte Flop“ und geben im großen Filmosophen-Jahresrückblick individuelle Einblicke in unser cineastisches Erleben. Welche Filme uns 2013 zum Weinen und zum Tanzen gebracht haben, worauf wir definitiv hätten verzichten können und was wir am liebsten noch mal ganz jungfräulich anschauen würden, das erzählen euch nun filmosophie, cutrin, dennis und ben.

 

filmosophies Kinojahr 2013

© Koch Media

© Koch Media

Ein Film, der mich zum Weinen gebracht hat

Ich bin nah am Wasser gebaut. Aber ich schäme mich dafür. Deshalb weine ich selten im Kino. Es gab aber einen Film, den ich mir auf Grund wiederholter Berichterstattung bei der zweiten Sichtung zu Hause mit einem sogenannten Screener ansehen durfte und bei dem mir die Tränen in Bächen das Gesicht hinunterliefen. Es war Das Mädchen Wadjda. Ausgerechnet eine Frau, Haifaa Al Mansour, hat den ersten Kinofilm Saudi-Arabiens gedreht und erzählt darin die Geschichte des titelgebenden Mädchens, das trotz des religiös bedingten gesellschaftlichen Verbots unbedingt Fahrrad fahren möchte. Was mich daran rührte, war nicht nur die Trauer und Wut über die Unterdrückung der Frauen und das damit verbundene ungerechte Leid, sondern am Ende des Films viel mehr die Hoffnung und der Mut, wie sie nur durch ein Kind transportiert werden können. Das Mädchen Wadjda zeigt auch uns, dass wir niemals aufgeben dürfen und dass jeder unserer Träume es verdient, Wirklichkeit zu werden. cutrins Kritik zum Film findet ihr hier.

Ein Film, auf den ich lieber verzichtet hätte

© Cinephil

© Cinephil

In dieser Kategorie fiel mir als erstes Liebe und andere Turbulenzen ein, das vielleicht größte filmische Verbrechen Nora Tschirners. Schon nach wenigen Minuten Laufzeit fühlte ich mich durch das unterirdische Niveau dieser angeblichen Romantic Comedy, die weder romantisch noch lustig war, um meine Lebenszeit betrogen. Und das, obwohl ich für das Anschauen des Films oder vielmehr für das Verfassen der diesbezüglichen Rezension sogar bezahlt wurde. Meinen Verriss könnt ihr bei kino-zeit.de nachlesen. Es gibt aber noch einen anderen Film, auf den ich wohl lieber verzichtet hätte, denn Ukraine Is Not A Brothel lässt mich die feministische Protestorganisation Femen für immer mit anderen Augen sehen. Filmemacherin Kitty Green entlarvt Femen als patriarchal organisierte Gruppe, deren nur oberflächlich politische Mitglieder durch einen Macho vor dem Herrn orchestriert werden. Als bekennende Feministin war diese Erkenntnis für mich wie ein Schlag ins Gesicht. Vielleicht ein notwendiger, aber doch ein unangenehmer. Auch die Rezension zu diesem Film gibt es bei kino-zeit.de.

© Warner Bros.

© Warner Bros.

Ein Film, der mich zum Tanzen gebracht hat

Der Film, der mich zum Tanzen gebracht hat, ist auch einer der wenigen Filme, zu dem ich mir den kompletten Soundtrack zugelegt habe. Es ist Der große Gatsby von Baz Luhrmann. Bei den rauschenden Festen in schillernden Farben und der grandiosen Partymusik mit einer Mischung aus Soul und Elektro konnte ich kaum ruhig auf dem Kinosessel sitzen bleiben. Am liebsten wollte ich mich umgehend ins Nachtleben stürzen, Champagner schlürfen und volltrunken mit Leonardo DiCaprio um einen gigantösen Pool tanzen, nur um dann in selbigen zu springen und dort mit einem durchchoreographierten Wasserballett aufzutrumpfen. „A Little Party Never Killed Nobody (All We Got)“ von Fergie ist noch immer in meiner Gute-Laune-Playlist, die ich bevorzugt zum Putzen höre. Bei dem Song wird der Mopp stets zu meinem Tanzpartner. Und nein, davon gibt es kein Video.

Ein Film, den ich gerne noch einmal zum ersten Mal sehen würde

© Warner Bros.

© Warner Bros.

Auch hier muss ich zwei Filme nennen. Zunächst einmal wäre da Before Midnight. Damit ich auch ja nicht gespoilert würde, verzichtete ich vorher auf Trailer und jedwede Berichterstattung. Ich wollte mich von den Entwicklungen unbedingt überraschen lassen. Ich wollte unbedingt erst im Film selbst erfahren ob Celine (Julie Delpy) und Jesse (Ethan Hawke) ein Paar werden oder nicht. Den Moment, in dem ich endlich den Fortgang ihrer Liebesgeschichte erfuhr, kann ich niemals wieder mit so großer Vorfreude erleben wie bei der ersten Sichtung auf der Berlinale 2013. Meine Kurzkritik könnt ihr auf meinem Festivalblog nachlesen. Ein anderer Film, den ich gerne noch einmal ganz neu erleben würde, ist Gravity. Auch hier hatte ich vorab kaum Informationen und wurde von Alfonso Cuaróns überragender Inszenierung eiskalt erwischt. Mit offenem Mund saß ich im Kino, nein, im Weltraum und hielt gefühlte 90 Minuten lang den Atem an. Auch wenn ich mir sicher bin, dass Gravity auch beim zweiten Mal noch großartig sein wird, wird sich dieses Gefühl, unerwartet etwas ganz Großem und Bedeutendem beizuwohnen, wohl nicht wiederholen. Auch cutrin war begeistert, wir ihr in ihrer Kritik nachlesen könnt.

 

dennis‘ Kinojahr 2013

Ein Film, der mich zum Weinen gebracht hat

© Pandora Films

© Pandora Films

Ich vertrete ja die Meinung, dass wir als Kritiker – gerade weil wir so eine Masse an Filmen sehen – stellenweise dazu tendieren, uns zu selten gehen zu lassen und einfach mal nur Kinozuschauer zu sein. Das bezieht sich wohl auch auf das Weinen während eines Films. Ich habe zwar auch bei Les Misérables geweint, doch der Film der mich am meisten berührt hat im Jahr 2013 – und da reihe ich mich wohl in die Riege der Kritikerkollegen ein – war The Broken Circle Breakdown von Felix Van Groeningen. Einen Film über den Tod zu machen ist schon schwer, aber einen Film über den langsamen Tod eines kleinen Kindes zu machen, ist noch schwieriger. The Broken Circle Breakdown schafft es aber, dieses Thema auf eine einzigartige Art und Weise zu verfilmen, ohne dabei in den Kitsch oder billigen Herzschmerz zu verfallen. Er nimmt den Zuschauer von Beginn an mit auf diese schmerzvolle Reise des Verlusts, lässt ihn bis zum Ende nicht mehr los und der Zuschauer lässt sich zu Recht bereitwillig mitnehmen. Der Film ist wirklich wie ein Countrysong, die in ihrem Kern auch immer vom schmerzhaften Verlust erzählen.

Ein Film, auf den ich lieber verzichtet hätte

© Warner Bros.

© Warner Bros.

Offen gesagt fällt es mir schwer zu bestimmen, welcher der Filme aus 2013 in diese Kategorie fallen würde, denn richtig abgründige Filme habe ich dieses Jahr gut vermeiden können. Hangover 3 kommt aber der Nummer 1 in dieser Kategorie sehr nahe. Als patrick in seiner vernichtenden Kritik schrieb, wie schlecht der Film doch sei, wollte ich es nicht richtig glauben. Selbst wenn ich den Geschmack meiner Filmosophen Kollegen kenne und deren Urteil Glauben schenke, wollte ich mir in diesem Fall ein eigenes Bild machen. Ich mochte den ersten Teil wegen seiner Idee und Gestaltung. Schon ein Grund mir den zweiten anzuschauen. Doch ich hätte da schon die Zeichen deuten müssen und mir den dritten Teil nicht anschauen sollen. Und wie sollte es auch anders sein: der Film war wirklich schlecht. Keine originelle Ideen, denn die waren schon im ersten und spätestens zweiten Teil verbraten worden. Und am Ende fragte ich mich wieder, warum Hollywood so grausam sein kann und eine gute Idee durch par force Sequels in den Dreck fahren muss. Und ich auch noch darauf reinfalle.

Ein Film, der mich zum Tanzen gebracht hat

© Prokino Filmverleih

© Prokino Filmverleih

OK, wenn die anderen schon mit Soundtracks argumentieren, dann würde ich jetzt Das erstaunliche Leben des Walter Mitty von Ben Stiller nennen, der nicht nur ein „Feel-Good-Movies“ ist, sondern auch einen zum tanzen anregenden Soundtrack hat. Ich sage nur „Escape (The Pina Colada Song)“ oder „Dirty Paws“ von Of Monsters and Men. Ich möchte an dieser Stelle aber Before Midnight von Richard Linklater ins Spiel bringen.
Ich kann mich offen gesagt auch gar nicht an die Musik aus den Film erinnern und das ist vielleicht auch das Gute daran, denn zum tanzen brachte mich der Film auch so. Es ist wohl die Situation, in der ich den Film gesehen habe: im grauen Berliner Winter nach der Pressevorführung bei der Berlinale 2013, war er wie eine frische Sommerbrise gepaart mit einen guten Glas Wein. Eine Atmosphäre die mich zum tanzen gebracht hat und einfach nur wohltuend war. Ich habe das, glaube ich, nicht nach außen gezeigt und bin, abgesehen von ein paar leichtfüßigen Schritten nach der Vorführung, nicht über den Potsdamer Platz getanzt, aber innerlich war ich es. Vielleicht hätte ich doch die Chance ergreifen und tanzen sollen, denn zum tanzen braucht man nicht unbedingt einen Soundtrack im Ohr.

Ein Film, den ich gerne noch einmal zum ersten Mal sehen würde

© KOOL Filmdistribution

© KOOL Filmdistribution

Die unangefochtene Nummer 1 hier ist für mich Prince Avalanche von David Gordon Green. Auch diesen Film habe ich auf der Berlinale 2013 gesehen und zwar als Abschlussfilm meines Filmmarathons. Als ich die Filmbeschreibung im Festivalprogramm gelesen hatte, konnte ich mir nichts darunter vorstellen und so bin ich relativ blauäugig in die Vorführung gegangen. Um es kurz zu machen: als der Film zu Ende war, war ich wie geflascht. Abgesehen von der skurrilen Geschichte, war der Film wegen der wirklich tollen Cinemascope-Bilder aus der Kamera von Tim Orr, gepaart mit dem berauschenden Soundtrack der Band Explosions in the Sky ein kinematographisches Erlebnis, das ich vermisst habe und gerne noch einmal erleben würde. Leider habe ich es verpasst mir den Film nach dem Kinostart noch einmal auf großer Leinwand anzuschauen und auf DVD würde ich das ungern machen, denn da kommt die Wirkung nicht ausreichend rüber. Gebt mir daher einen Kinosaal mit ausreichend großer Leinwand, eine Vorführkopie des Films und ich bin bereit mich noch einmal berauschen zu lassen.

cutrins Kinojahr 2013

Ein Film, der mich zum Weinen gebracht hat

© rem

© rem

Ich muss schon ehrlich zugeben, dass ich in diesem Jahr das ein oder andere Tränchen im Kino verdrückt habe, ich Weichpüppi. Die ein oder andere Stelle in Gravity hat mich mitgenommen und auch ein paar kleine Produktionen wie Venezianische Freundschaft hatten ihre emotionalen Momente. Ziemlich stark mitgenommen hat mich in diesem Jahr aber das Regiedebüt Tore tanzt von Katrin Gebbe, das sogar in Cannes lief. Die Geschichte des Jesus-Freaks Tore, der an ein sadistisches Pärchen gerät und eine Tortur nach der anderen durchmachen muss, war für mich schon ziemlich harter Stoff. Zum einen, weil die Regisseurin einen wahnsinnig intensiven und beklemmenden Inszenierungsstil pflegt (mehr dazu in meiner Kritik), zum anderen, weil religiöse Abhängigkeiten (wenn auch nicht in dieser extremen Form) wohl zu meinen Lebensthemen gehören. Ich bin mir nicht so sicher, ob ich Tore tanzt irgendwann noch einmal sehen will, als audiovisuelles Kunstwerk bleibt er mir aber trotz Tränchen absolut positiv in Erinnerung.

Ein Film, auf den ich lieber verzichtet hätte

© Universum Film

© Universum Film

Gut, wirklich verzichten möchte ich auf Spring Breakers nicht, denn im Grunde habe ich diesen Film ja vorrangig deswegen gesehen, weil ich mitreden können wollte. Dafür ist er aber der Streifen des Jahres, bei dem ich definitiv am allerwenigsten Spaß hatte. In meiner Kritik habe ich mich ja schon ausführlich darüber ausgelassen: wummernde Bässe, James Franco, ein wirrer Schnitt und vier Bikiniträgerinnen mit Kanonen machen noch lange keinen intelligenten Film. Was habe ich mich aufgeregt: über das reale, menschenunwürdige Ritual der Spring Breaks, über die dümmlich naive Teenagerphilosophie aus dem Off und die viel zu schlichte Medien/Jugend/Partyschelte. Mir wird noch immer ganz anders, wenn ich an die vielen wackelnden Hintern und Brüste denke. Mannoman.

Ein Film, der mich zum Tanzen gebracht hat

© Warner Brothers

© Warner Brothers

Ich bin durchaus ein Fan der Prämisse Form über Inhalt, denn so eine Oberfläche kann unter Umständen (nicht im Fall von Spring Breakers) weitaus mehr transportieren als nur das im ersten Moment Sichtbare. In diesem Jahr haben mehrere Filme dieses Prinzip angewandt und mich damit begeistert: The Bling Ring oder La Grande Bellezza zum Beispiel. In dieser Hinsicht ganz groß war aber Der große Gatsby. filmosophie hat sie bereits erwähnt, die opulenten Tanzszenen zu einem mitreißenden Soundtrack. Das bereits genannte Lied von Fergie hat es übrigens ebenfalls in meine Playlist geschafft, obwohl es im Großen und Ganzen so gar nicht meinen Musikgeschmack wiederspiegelt. Nach Der große Gatsby wollte ich umgehend in den nächsten Club und mir die Nächte um die Ohren schlagen – am besten im 20er-Jahre-Outfit. Aber auch abseits der Tanzfläche war 2013 ein gutes Kinojahr für meine Ohren. In bester Erinnerung bleiben mir zum Beispiel die schrammeligen Gitarren aus Only Lovers Left Alive oder die entzückenden Folksongs aus Inside Llewyn Davis und I Used to be Darker.

Ein Film, den ich gerne noch einmal zum ersten Mal sehen würde

© Warner Bros.

© Warner Bros.

Und noch einmal muss ich das Risiko der Redundanz eingehen und einen bereits genannten Film wiederholen. An Gravity bin ich mit unheimlich hohen Erwartungen herangegangen. Meist verheißt das gar nichts Gutes – in diesem Fall wurde ich im Kinosaal allerdings regelrecht weggeblasen (hier noch einmal der Link zu meiner ausführlichen Kritik): von den epischen Bildern unseres Planeten, vom intensiven und vor allem innovativen Sound, von einigen sehr ergreifenden Dialogen und der sich stetig aufbauenden Spannung. Ich bin regelrecht gemeinsam mit Sandra Bullock und George Clooney durch das Weltall getaumelt – ohne Aussicht auf Rettung. Gravity zu sehen war ein unheimlich eindrückliches Erlebnis und ich würde nur allzu gern dieses Gefühl wiederholen, das mich so derartig vereinnahmt hat. Wow.

 

bens Kinojahr 2013

Ein Film, der mich zum Weinen gebracht hat

© Warner Bros.

© Warner Bros.

2013 ist für mich wohl das erste Jahr seit langem, in dem Film in meinem Leben nur die zweite Geige gespielt hat. Dementsprechend habe ich eigentlich ausschließlich die Filme angeschaut, die mich wirklich interessiert haben und Dramen, die zum Weinen einladen, entsprechen nicht unbedingt meiner persönlichen Neigung. Ich kann mich cutrins Emotionen hinsichtlich Gravity nur anschließen, obwohl meine Erwartungen sicher nicht so hoch waren wie ihre. Doch als ich dann endlich als gefühlt letzter Mensch diesen Film auf der großen Leinwand gesehen habe, wurde auch ich für 90 Minuten verzaubert (auch wenn mir in den ersten 15 Minuten primär schlecht war und ich das Gefühl für oben und unten völlig verloren hatte). Der von cutrin erwähnte Taumel ohne Aussicht auf Rettung, der vor allem in der Szene deutlich wird, als sich Sandra Bullock mit einem Inuit über Funk langsam aber sicher in den Quasi-Selbstmord hypnotisiert, hat in meinem linken Auge eine kleine Träne produziert. Das rechte Auge gesellte sich dann aus Ehrfurcht später dazu, weil Alfonso Cuarón meiner Meinung nach mit Gravity ein echtes Meisterwerk abgeliefert hat.

Ein Film, auf den ich lieber verzichtet hätte

© Fox Deutschland

© Fox Deutschland

Eigentlich gäbe es da gleich mehrere Kandidaten, denn so mancher Film in diesem Jahr war entweder eine herbe Enttäuschung oder ein Faustschlag ins Gesicht. Doch ein Film schaffte beides: Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben. Dieser fünfte Teil eines von mir sehr geliebten Franchises war so unnötig, dass er es eigentlich nicht mal wert ist, hier oder überhaupt jemals wieder erwähnt zu werden. Sicher wäre es ein feiner Zug von mir, diese harschen Worte ausführlicher zu begründen, aber ich möchte beim besten Willen keinen weiteren Gedanken an diese Anhäufung schlechter Ideen verschwenden. Was Bruce Willis da abgeliefert hat, war einfach nicht gut. Fertig.

Ein Film, der mich zum Tanzen gebracht hat

© Warner Bros.

© Warner Bros.

Bei dieser Kategorie bleibt mir nichts anderes üblich, als mich filmosophies und cutrins Meinung anzuschließen: Der große Gatsby. Der Soundtrack ist einfach genial! Ich weiß nicht, wer auf die (kluge) Idee kam, Soundtracks noch vor der Veröffentlichung des Films zu vermarkten bzw. als eine Art Werbung vorab als Stream zur Verfügung zu stellen, aber bei Der große Gatsby war dieses Marketing sicher nicht verkehrt. Natürlich war ich schon von den zahlreichen Trailern sehr angetan, aber spätestens als die Beats von Fergie und Co. in meinen Ohren hämmerten, führte kein Weg an einer festlichen Sichtung inklusive 3D dieses musikalischen und augenbetäubenden Werks von Baz Luhrmann vorbei. Und wenn ich mir das Gefühl des Films in Erinnerung rufen möchte, reicht es, den Klängen von „A Little Party Never Killed Nobody (All We Got)“ zu lauschen und die Augen zu schließen und ich bin wieder mittendrin in der größten Kinoparty des Jahres.

Ein Film, den ich gerne noch einmal zum ersten Mal sehen würde

© Concorde Filmverleih GmbH

© Concorde Filmverleih GmbH

Schon als ich den ersten Trailer zu Die Unfassbaren – Now You See Me gesehen habe, wusste ich: dieser Film muss gut sein. Was könnte an einem Heist-Movie à la Oceans Eleven mit einem durch die Bank weg beeindruckenden Cast, einer anscheinend spannenden Handlung und sichtlich ansteckendem Spaß schlecht sein? Im Kino wurde diese Vermutung zum Glück bestätigt und bei weitem übertroffen. Selten war Zaubern für mich aufregender als in diesem Film, bei dem einfach alles gestimmt hat. filmosophie kommt in ihrer Kritik zu einem ähnlichen Fazit. Auch aufgrund der zahlreichen Twists würde ich Einiges geben, um mich von den „Vier Reitern“ ein weiteres Mal verzaubern zu lassen. Und das wird wohl in Gänze gelingen, wenn ich Die Unfassbaren – Now You See Me zuvor aus meinem Gedächtnis löschen könnte.

 

Und welche Filme haben euch 2013 zum Weinen und Tanzen gebracht? Worauf hättet ihr gerne verzichtet und was würdet ihr gerne noch mal zum ersten Mal erleben?

 

 

Vier unserer Favoriten, die es schon auf DVD gibt:

2 Responses to “Der ultimative Filmosophen-Jahresrückblick 2013”

  • stu says:

    Zum weinen: The World’s End und Der Geschmack von Rost und Knochen
    Zum tanzen: keiner (leider)
    Noch einmal zum ersten Mal: Oldboy von Spike Lee, weil aufregen ja auch Spaß machen kann und John Dies at the End.
    Verzichten: Snyders Man of Steel.

    Ehrenpreis: der geht an mich. als leidenschaftlicher Mathehasser habe ich es trotz Validation Code geschafft hier zu kommentieren. 🙂

    Wünsch eurem Team einen guten Rutsch

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