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Über mich
Aufgewachsen bin ich etwa 500 Meter außerhalb der Grenze zur Hauptstadt, was ausgereicht hat, um mich Zeit meines Lebens als Berlinerin zu fühlen. Als bekennender Stadtmensch war es deswegen für mich ein echter Schock, dank meines ach so exotischen Studienfachs Filmwissenschaften nach dem Abitur plötzlich in Mainz zu sitzen.
Das ausgewiesene Schwurbel-Beifach Ethnologie tat sein Übriges dazu, mich in den Augen meiner Familie wohl als künftigen Sozialfall abzuhaken. „Was wird man damit nochmal?“, heißt es immer wieder gerne, und ich erkläre dann mehr oder weniger geduldig, dass ich die Laufbahn einer freien Journalistin/Autorin/Fotografin/Filmemacherin einschlagen will. Ist das etwa nicht total realistisch?
Demnächst führt mich ein Masterstudiengang hoffentlich zurück nach Berlin, Artikel auf filmosophie.com, moviepilot und l’âge d’or wollen geschrieben werden, meine heiß geliebte Kamera kann ich nicht lange aus der Hand legen, und meinen jugendlichen Idealismus lasse ich mir auch nicht nehmen.

 

Über mich und den Film
Die ersten fünfzehn Jahre meines Lebens habe ich quasi verschenkt. Die Sissi-Trilogie konnte ich als Kleinkind zwar mühelos auswendig mitsprechen, sonst lief der Film in meinem Leben aber eher als Randerscheinung nebenher. Bis ich dank meines Interesses an der Fotografie in der Schule auf Menschen von Haltdieklappe stieß, die mich verrückterweise hinter eine Bewegtbildkamera stellten, um gemeinsam mit mir Kurzfilme zu drehen. Trotz großen Dilettantismus liefen einige der frühen Meisterwerke auf Festivals, und plötzlich fand ich mich wieder in der faszinierenden Welt des Films.
Spontan änderte ich eine Woche vor Beginn der Bewerbungsfristen meinen Studienwunsch von Soziologie und Ethnologie in Filmwissenschaften um, und sauge seither alles auf, was irgendwie mit dem Medium zu tun hat. Ein Praktikum in der Redaktion von moviepilot hat die entflammte Liebe nur noch weiter entfacht. Gut, mit Horror werde ich mich wohl nie anfreunden. Dafür bringen aber Namen wie Woody Allen, Michelangelo Antonioni, Pedro Almodóvar oder Sofia Coppola meine Augen zum Leuchten.

 

Filme, die ich immer wieder sehen kann

Peterchens Mondfahrt von Wolfgang Urchs, weil die überbordende Phantasie in diesem liebevoll handgezeichneten Trickfilm mich meine ganze Kindheit und darüber hinaus begleitet hat, seitdem ihn mein Opa das erste Mal auf VHS-Kassette für mich aufzeichnete.

Babel von Alejandro Gonzáles Iñárritu, weil dieser Episodenfilm es ohne viele Worte schafft, mir unheimlich viel über seine Figuren zu erzählen. An die Stelle des Dialogs treten wunderschön fotografierte Bilder und kreieren eine dichte Atmosphäre, die niemals abreißt.

Easy Rider von Dennis Hopper, weil ich selbst unbedingt mal auf einem Chopper die Route 66 entlang brausen will, mit genau dieser Musik auf den Ohren.

Conversations with Other Women von Hans Canosa, weil der raffiniert eingesetzte Double-Screen mich immer wieder neue Nuancen des facettenreichen Kammerspiels entdecken lässt. Und weil ich ein bisschen verliebt in Helena Bonham Carter bin.

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