Dior und die 127 Stunden Filmmusik

by on 06/25/2015

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Angewandte Filmosophie zum Wochenende

Wir geben euch Tipps für die cineastische Wochenendgestaltung

am 26., 27. und 28. Juni 2015

cutrin empfiehlt Dior und ich von Frédérick Tcheng im Kino

© NFP/Filmwelt

© NFP/Filmwelt

Neben Film und Fotografie gilt ein weiteres Interesse meinerseits der Mode – Gebiete die sich wunderbar miteinander verbinden lassen. So schrieb ich meine Bachelorarbeit zum Beispiel über die wunderbaren Kostüme in den Filmen Sofia Coppolas. Seither interessiert mich immer wieder, wie das wahlweise Kunst/Handwerk/Medium Film sich mit dem Kunst/Handwerk/Medium Mode gegenseitig verquickt und bereichert. Und das Beste ist es, dabei den Schöpfern all der exquisiten Kompositionen persönlich über die Schulter zu schauen – so geschehen im Dokumentarfilm Dior und ich von Frédérick Tcheng. Er begleitet den Designer Raf Simons dabei, wie der seine erste Haute Couture-Kollektion in dem altehrwürdigen Modehaus verwirklichen soll. Dabei ist nicht alles nur Glamour und kreativer Fluss.

dennis empfiehlt die Veranstaltung filmtonart in München am Freitag, den 26. Juni 2015

Wir hören sie immer wenn ein Film läuft und manchmal bleibt sie den Zuschauer selbst nach dem Senken des Vorhangs noch im Kopf: die Filmmusik. Das man diese nicht nur hören kann, sondern auch ausgiebig darüber diskutieren kann, zeigt die vom Bayerischen Rundfunk seit 2009 lancierte Veranstaltung „filmtonart“ in München. Bei „filmtonart“ geht es daher darum in Panels und Workshops die verschiedenen Aspekt dieser Kunst zu diskutieren und ihr damit auch die Plattform zu geben, die sie verdient hat. Dabei bietet sich auch die Gelegenheit namhafte Größen der Filmmusik wie z.B, Howard Shore oder auch Klaus Doldinger (u.a. Das Boot) zu treffen.
Wer jetzt nicht in der bayerischen Metropole weilt, der hat die Gelegenheit die Veranstaltung am Freitag ab 10 Uhr im Livestream zu verfolgen.

quadzar empfiehlt 127 Hours von Danny Boyle am Samstag, den 27. Juni 2015 um 23:20 Uhr auf Pro7

© 20th Century Fox / Fox Searchlight

© 20th Century Fox / Fox Searchlight

127 Hours ist so gar nicht wie der berühmte Slumdog Millionaire, der auch von Danny Boyle gedreht wurde. 127 Hours ist eigentlich wie kaum ein anderer Film. Das muss nicht unbedingt etwas Positives sein, ist aber in diesem Fall auch nichts Schlechtes. Die wahre Geschichte um den Bergsteiger Aron Ralston, gespielt von James Franco, der seinen in einer Felsschlucht eingeklemmten Arm nach 127 Stunden der Qual mit einem Messer abtrennt, ist das Äquivalent der Beobachtung trocknender Farbe. Danny Boyle beweist damit, dass Schnitt und Rhytmus unabhängig von der Geschichte einer der wichtigsten Teile eines Films sind und hebt damit selbst eine dünne (aber beeindruckende) Geschichte in die Höhen unterhaltsamer Filmkunst.

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