Ein Besuch an der Monsters University

by on 10/19/2012

Flattr this!

© Disney

Halloween steht mal wieder vor der Tür und ich habe definitiv ein Problem. Ich bin einfach nicht gruselig genug. Ich meine, klar, ich könnte einfach mal wieder als Vampir oder als Zombie gehen, aber wirklich gruselig ist das nicht. Eher ziemlich unkreativ und langweilig. Fürchtet meine Einfallslosigkeit!

Überhaupt sind Kostüme viel zu oberflächlich gedacht, diese Gruseligkeit muss von innen kommen. So etwas will gelernt sein. In Köln hab ich dazu bisher nur wenige Seminare gefunden und selbst altehrwürdige Unis wie Tübingen und Heidelberg scheinen da doch eher wenig bieten zu können. Gut, dass wenigstens die Monsters University die große Tradition dieser achten der sieben Freien Künste aufrecht erhält. Weil es bis zum 31.10. ja nicht mehr weit ist, habe ich mich da mal eingeschrieben und die obligatorischen Orientierungswochen mitgemacht – natürlich als Monster getarnt (und doch wieder das alte Halloweenkostüm aus dem Schrank geholt…)

Zum Glück bietet die Monsters University einem Freshman alle erdenklichen Hilfestellungen, um sich auf dem neuen Campus zurecht zu finden. Nachdem ich mir meine persönliche MU ID Card besorgt habe (anscheinend ist mein Kostüm doch überzeugender, als ich immer gedacht habe), verschaffe ich mir auf einer der angebotenen Campustouren erst einmal einen groben Überblick über das Angebot der Uni.

Und das ist wirklich nicht klein: Ich habe mich zwar für die ehrwürdigste Disziplin, das Erschrecken, eingeschrieben, aber natürlich bietet die MU auch allen praktisch und schöngeistig veranlagten Monstern Studienmöglichkeiten. Maschinenbau, Natur- und Geisteswissenschaften, Betriebswirtschaft – alles vorhanden. Und leuchtet ja auch irgendwie ein, wahrscheinlich brauchen die Monster auch Leute, die ihnen die Steuern machen.

Was ich aber erst einmal brauche, sind Kontakte. Da hilft es natürlich ein Monster mit zehn Tentakelarmen zu sein, mit denen man schon mal gut jede Menge Hände schütteln kann. Ein recht aufgeschlossener Typ mit nur zwei Händen und einem Kopf zu sein (so wie ich) dürfte aber auch schon mal nicht schaden. Kommilitonen trifft man natürlich am besten zunächst einmal in einem der diversen Clubs (Schach, Schauspiel, Impro, Comedy, Film und und und) oder aber in einer der Verbindungen und Schwesternschaften. Verbindungen wie Jaws Theta Chi, Omega Howl und Gamma Roar Roar sind mir dann aber doch erst einmal ein bisschen zu ungeheuer, weswegen ich mich lieber an den diversen Clubs orientiere und mich vor allem auch im Sport umtue (ich wollte schon immer mal mit Mitch Badwater trainieren).

Direkt am ersten Tag gibt’s also schon jede Menge zu tun und zu sehen. Ab morgen geht’s dann weiter, wenn sich die Dozenten den neuen Studenten vorstellen. So langsam bekomme ich das Gefühl, dass es hier noch eine Menge zu sehen gibt. Und ob ich es bis Halloween schaffe, so richtig monströs zu werden, das ist auch noch sehr fraglich. Als Mensch hab ich da ja eh schon einen schwereren Start, aber ganz andere haben es ja auch schon geschafft. Bis dahin kultiviere ich einfach meine Augenringe und schwafel wirres Zeug. Zum Beispiel, wie ich mal die Monsters University besucht habe.
Und zu Halloween verzichte ich vielleicht ganz auf das Kostüm. So ein vierarmiger Hoodie tut’s doch auch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* 6+4=?

Kommentare werden moderiert. Es kann etwas dauern, bis dein Kommentar angezeigt wird.