Ein How To vom Milk – Drehbuchautor

by on 07/23/2014

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Jeder, der sich in irgendeiner Form kreativ betätigt, hat so seinen Prozess. Bei mir ist es eher ein Brüten über Ideen oder Fakten, bis ich ein kohärentes Muster erkenne (oder fabriziere), aus dem sich dann alles weitere ergibt. Andere gehen anders heran. Vermutlich systematischer und effektiver. So auch Dustin Lance Black, der sich unter anderem durch das Drehbuch für den Clint Eastwood – Film J. Edgar, insbesondere aber durch das Drehbuch zum Gus Van Sant – Film Milk hervorgetan hat.

Black arbeitet, seinen eigendirigierten Film Virginia ausgenommen, insbesondere im biographisch- und dokumentarisch-dramatisierten Bereich (zum Beispiel Milk, Pedro). Das bedeutet, dass er nicht nur mit seinen eigenen Ideen, sondern auch mit einer Flut an Fakten und kreativen Entscheidungen zu kämpfen hat. Creative Spark: Dustin Lance Black zeigt, wie er Ordnung in das Konzeptchaos bringt und die verschiedenen Aspekte seiner Arbeit gegeneinander abwiegt. Insbesondere zeigt es aber auch, wie viel Arbeit in Filme wie Milk einfließt, allein schon auf der Drehbuch-Ebene.

Sein Zettelsystem sieht gerade für Makroprojekte solcherart effektiv aus und ich denke, dass viele Autoren (jeglicher Art) ähnlich vorgehen. Das Video motiviert meiner Meinung nach auch ungemein dazu, alte Ideen hervorzukramen und so zu ordnen, um ihnen neue Perspektiven abzugewinnen. Dann wiederum fällt mir ein, dass bisher alle Systematisierungsversuche bei mir nach hinten losgingen. Jeder hat eben sein eigenes Ding. Hauptsache, es funktioniert. Und hauptsache, es erblickt irgendwann das Licht der Welt.

 

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