Blue Jasmine Trailer verspricht einen typischen Woody Allen

by on 06/10/2013

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© Paramount

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Ein cineastischer Sommer wäre einfach nicht komplett, wenn es keinen neuen Film von Woody Allen gäbe. Besonders nicht für mich, die ich mich zu den glühendsten Fans des Regisseurs zähle. Also passt es doch ganz wunderbar, dass pünktlich zum Schönwettereinbruch Sony Pictures Classics den ersten Trailer zu Blue Jasmine herausgebracht hat, dem diesjährigen Woody Allen-Film.

Für Blue Jasmine verlässt der Regie-Altmeister good old europe, um mal wieder einen Film in die USA zu verlegen. Aber nicht etwa die zynische Karrierestadt New York City steht im Mittelpunkt der Geschichte, sondern das tiefenentspannte San Francisco an der Westküste. Die Story des neuen Films hatte das Studio lange unter Verschluss gehalten, aber spätestens nach dem Trailer können wir uns den Plot weitgehend zusammenreimen. Cate Blanchett mimt darin Titelheldin Jasmine, die Frau eines erfolgreichen Geschäftsmannes, gespielt von Alec Baldwin. Er bietet ihr ein Leben in Saus und Braus – bis er bei kriminellen Machenschaften überführt und ins Gefängnis gesteckt wird. Ohne einen letzten Penny fährt Jasmine zu ihrer Schwester (Sally Hawkins) in SanFran, und erfährt dort den Kulturschock ihres Lebens. Denn ihre Schwester führt ein gänzlich anderes Leben mit gänzlich anderen Männern.

Einmal mehr ist es Woody Allen gelungen, für sein neues Werk einen spektakulären Cast zusammenzutrommeln. In den Nebenrollen geben sich Darsteller wie Peter Sarsgaard, Andrew Dice Clay oder Bobby Cannavale als mehr oder eher weniger helle Typen die Klinke in die Hand, und Cate Blanchett scheint mir die perfekte Besetzung für die „New Yorker Hausfrau im Kampf mit einer Lebenskrise“, wie es die offizielle Mitteilung so blumig verkündet.

Ich persönlich bin ja durchaus begeistert von der Vorstellung, nach eher leichfüßigen Komödien wie To Rome with Love oder Midnight in Paris wieder einmal zu sehen, wie sich der Regisseur menschlichen Abgründen widmet. Zumal dabei trotzdem der typische Allen-Humor nicht zu fehlen scheint. Die Story von Blue Jasmine bietet schließlich genug Möglichkeiten, alle obligatorischen Themen einzubringen: Psychoanalyse, Judentum, ganz viel Neurotizismus… Hab ich etwas vergessen? Im Trailer blendet die Hintergrundmusik vom jazzig allenesken Gedudel über zu nervösem Geigenstakkato, und auf dem Filmplakat sehen wir sie schon – die typische Schriftart Windsor, die in jedem Vor- und Abspann über die Leinwand läuft. Doch, es sieht ganz so aus, als würde Blue Jasmine ein typischer Woody Allen. Eine Mischung vielleicht aus Melinda und Melinda, Hannah und ihre Schwestern und Whatever Works – Liebe sich wer kann. Ich freu mich riesig und hoffe inständig, dass der deutsche Kinostart nicht mehr lange auf sich warten lässt.

3 Responses to “Blue Jasmine Trailer verspricht einen typischen Woody Allen”

  • Marcel says:

    Ich bin gespannt. Trailer verspricht in jedem Fall einen W.Allen. Schauen wir mal ob er uns überrascht.

    LG

  • papene says:

    Ich liebe die Filme des listigen alten Fuchs ja seit ‚Annie Hall‘ auf eine ziemlich naive unprofessionelle Weise.
    Bin auch nicht böse, dass er kaum zu den Innovatoren gezählt werden wird.
    Wenn er – leider zwangsläufig – eines Tages wird aufhören müssen, wird mir was fehlen.

    Auf den Trailer gebe ich nichts.
    Allens Filme kann man im Grunde nicht trailern -imo.
    Aber die Vorfreude ist groß; besonders die Kombination Blanchett/Hawkins ist schon mal ein Wurf.

    Für mich sind seine Filme immer ‚Meta‘ schlechthin gewesen, im besten Sinn und meistens angenehm unverkrampft.
    Eine Art Literarisches Quartett als filmische one-man-show, „… liebevoll und etwas gemein, gütig und vielleicht ein bisschen bösartig, aber auf jeden Fall sehr klar und deutlich.“ (Reich-Ranicki).

    Würde mich aber auch sehr interessieren, was für Filme dieser wache kluge Auteur gedreht hätte, wenn er sich für das richtige Leben interessieren würde …

  • Philipp says:

    Wird allein schon wegen LOUIS C.K. geguckt!

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