Gefahr und Begierde mit Hot Fuzz und Only Lovers Left Alive

by on 06/27/2014

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Angewandte Filmosophie zum Wochenende

Wir geben euch Tipps für die cineastische Wochenendgestaltung

am 28. und 29. Juni 2014

cutrin empfiehlt Only Lovers Left Alive von Jim Jarmusch auf DVD

© Le Pacte

© Le Pacte

Only Lovers Left Alive ist in meiner komischen Wahrnehmung ein Film, der gut in den Winter passt. Das mag daran liegen, dass das Werk von Jim Jarmusch im vergangenen Winter in unsere Kinos kam oder dass es darin um Vampire geht, die die Dunkelheit der grellen Sommersonne ohne Zweifel vorziehen. Da es mit der Helligkeit momentan aber auch im Juni nicht allzu weit her ist, empfiehlt es sich, an diesem Wochenende eben einen Winterfilm nachzuholen. Only Lovers Left Alive erscheint heute auf DVD und spielt in Detroit und Marokko, bei Tom Hiddleston und Tilda Swinton. Allein das reicht schon als Argument für eine Sichtung, der Film bietet aber gleichzeitig auch noch eine hübsche Portion cleveren und anspielungsreichen Bildungsbürgerhumor und einen umwerfend gitarrenlastigen Soundtrack. Meine ausführliche Kritik gibt es hier.

© Universum

© Universum

filmosophie empfiehlt Gefahr und Begierde am Samstag, den 28. Juni 2014 um 24:00 Uhr auf MDR

Nach Brokeback Mountain konnte ich den nächsten Film von Ang Lee kaum erwarten und Gefahr und Begierde enttäuschte mich nicht, denn wieder gelingt es dem amerikanisch-taiwanesischen Regisseur große Gefühle auf die Leinwand zu bannen und sein Publikum emotional mitzureißen. Wieder ist es ein verbotenes Begehren, mit dem sich Lee beschäftigt. Eine junge Chinesin schleust sich während des Zweiten Weltkriegs in die gehobenen Kreise eines Offiziers ein, um ihn für den politischen Widerstand zu überwachen. Sie gerät in einen emotionalen Strudel, der mit dem englischen Orginaltitel „Lust, Caution“ weit besser beschrieben ist als mit dem deutschen. Eine wunderschöne Ausstattung und Filmmusik runden das Ganze ab. Ganz, ganz großes und nicht zuletzt erotisches Kino!

quadzar empfiehlt Hot Fuzz von Edgar Wright am Freitag, den 27. Juni um 22:05 Uhr auf RTL2

© Universal

© Universal

Es war eine harte Entscheidung zwischen Hot Fuzz und Spaceballs am Sonntag. Letztlich siegte Edgar Wright, wohl, weil mir der Schock über seinen Austritt aus dem Ant-Man Projekt immer noch in den Knochen sitzt. Hot Fuzz ist nach Shaun of the Dead der zweite Teil seiner verschiedene Genres (mit Horroruntertönen) parodierenden Three Flavours Cornetto – Trilogie, deren Filme nur durch das Verspeisen eines Cornettos, Stilelemente sowie die Hauptdarsteller Simon Pegg und Nick Frost verbunden sind. Jüngst abgeschlossen durch The World’s End, macht sich dieser zweite Teil über Actionfilme und den allseits beliebten Uriges-Dorf-hat-dunkles-Geheimnis-Plot her. Übereifer-Cop Simon Pegg wird aus dem metropolitanischen London in ein kleines Kaff versetzt, wo er mit dem treudoofen Polizisten Nick Frost zusammenarbeiten muss, der das Böse in seinem Dorf partout nicht sehen will: Der Startpunkt für ein systematisches Auseinandernehmen der klassischen Genre-Tropen und Edgar Wrights ganz eigenen visuellen Humor.

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