Gloria – Unsere Verlosung zur Berlinale

by on 02/04/2014
© Alamode

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Gloria gehörte bei der Berlinale 2013 zu meinen persönlichen Highlights, wie ihr auch der insgesamt recht euphorischen Kritik auf meinem Berlinale Blog entnehmen könnt. Tatsächlich gewann Hauptdarstellerin Paulina Garcia für ihre Darstellung der Hauptfigur im vergangenen Jahr auch einen Bären. Absolut verdient, wenn ihr mich fragt. Damit ihr euch auch von der Richtigkeit dieser Entscheidung überzeugen und diesen wirklich großartigen Film entdecken könnt, verlosen wir rechtzeitig zur Berlinale 2014 eine DVD zu Gloria. Erzählt uns bis zum 12. Februar 2014 um 23:59:59 Uhr in den Kommentaren oder per Email an ben[at]filmosophie.com welche reifen (!) Frauenfiguren euch im Film besonders beeindruckt haben und – schwups – seid ihr im Lostopf.

Zum Inhalt: Im Grunde macht die 58-jährige Gloria (Paulina Garcia) genau das, was Single-Frauen auch in meinem Alter machen. Sie geht tanzen, sie flirtet mit Männern und sie gönnt sich sexuelle Abenteuer, wenn sie dem richtigen Kerl begegnet oder betrunken genug ist, um nicht so genau hinzuschauen. Und genauso wie wir jüngeren Frauen greift sie bei ihrer Männerwahl auch mal ins Klo. Genau dort findet sie Rodolfo, mit dem sie einen kurzen zweiten Frühling erlebt, nur um dann noch härter auf dem Boden der Tatsachen aufzuschlagen. Doch Gloria lässt sich nicht unterkriegen.

Und welche Frauen haben uns beeindruckt?

filmosophie: Mich beeindrucken nahezu alle von Judi Dench verkörperten Frauenfiguren, zuletzt dementsprechend Philomena. Ältere Frauenfiguren interessieren mich im Film allgemein deutlich stärker als junge, weil Letztere oft zu stark entweder als verliebte Heldin oder als Love-Interest charakterisiert werden und zu eindimensional sind, um mich wirklich zu interessieren.

dennis: Ich komme wohl nicht darum herum an dieser Stelle Natalie Portman zu nennen, die ich als vielseitige Schauspielerin und Persönlichkeit sehr schätze. Zwar hat auch sie schon sehr interessante Rollen gespielt, jedoch dauert es wohl noch eine Weile bis sie an eine weitere Grande Dame des Kinos herankommt: Meryl Streep. Was ich an Streep so sehr mag ist die Vielseitigkeit ihrer Rollen. Neben ihrem sozialen Engagement beeindruckt mich immer wieder die Hingabe, mit der sie sich den sehr unterschiedlichen Rollen widmet, wie zum Beispiel jüngst als Margaret Thatcher in The Iron Lady.

cutrin: Da fällt mir eine solche Fülle von Filmen ein, dass ich mich kaum entscheiden kann. dennis hat mir bereits seine Vorliebe für Meryl Streep vorweg genommen, die bei mir ebenfalls sehr ausgeprägt ist. Ein weiterer ewiger Favorit ist wohl die Rolle Ruth Gordons in Harold and Maude. An dieser Stelle entscheide ich mich dann aber doch für einen kleinen, weitgehend unbekannten und unterschätzten Film, der im Grunde in eine ganz ähnliche Kerbe schlägt: Driving Lessons oder Unterwegs mit Evie, in dem der verschüchterte Rupert Grint bei einer großartig durchgeknallten Julie Walters Fahrstunden nimmt und die eine oder andere Lektion über das Leben lernt. Es ist einfach herrlich mit anzusehen, wie Julie Walters hier vor Weisheit, Abgeklärtheit, Kreativität, aber auch Zerbrechlichkeit und jugendlicher Begeisterungsfähigkeit sprüht.

quadzar: Da Meryl Streep nun schon vergeben ist, nehme ich wohl Helen Mirren. Bestens bekannt als Titelfigur in Die Queen, gab sie dort eine Version von sich, die bis dato ungesehen war: Die resolute, von sozialen und politischen Normen besessene Konservative. Liebhaber des Deftigen kennen sie allerdings auch aus dem legendär obszönen Caligula von Tinto Brass, der wie eine B-Film-Version des Geistes des Marquis de Sade anmutet. In Mainstream-, TV- (zum Beispiel Elizabeth I) wie auch kleineren Produktionen konnte sie ein breites Portfolio aufbauen und zeigen, dass sie laute wie leise Rollen beherrscht. Ihre Bandbreite liegt für mich immer noch unter Meryl Streep, aber sie gehört sicherlich zu den großen Frauen des Kinos.

5 Responses to “Gloria – Unsere Verlosung zur Berlinale”

  • Marianne Faithful in Irina Palm war ne Wucht.

  • Chris Kaiser says:

    Hellen Mirren, ob auf der Bühne im Fernsehen oder im Film macht sie eigentlich immer ien gute Fugur. Dabei ist es ganz egal welches Genre sie gerade bedient

  • Rene says:

    Mich hat in Mamma Mia Meryl Streep beeindruckt, wie Sie allein mit Ihrer Tochter das Hotel führt und dabei den Männern Paroli bietet und sich doch nach Liebe sehnt.

  • Nicole says:

    Julianne Moore und Annette Bening in The Kids Are All Right – und die beiden haben noch so einige andere Glanzleistungen aufzuweisen

  • Stef says:

    Meryl Streep

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