Iron Man 3 – Marvel dreht weiter an der Erfolgsschraube

by on 03/11/2013

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@ Walt Disney

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Ich muss zugeben, dass ich lange kein großer Fan des Marvel-Universums war. Eigentlich hab ich sogar bis zum letzten oder vorletzten Jahr alle Neuigkeiten bezüglicher neuer Verfilmungen ziemlich gekonnt ignoriert oder sie zumindest nur überflogen. Und dazu gab es ja eigentlich auch ein paar gute Gründe, die vor allem mit zwei Hulk-Filmen und dem letzten Spiderman aus der Tobey Maguire-Ära zu tun hatten. Dann habe ich irgendwann im letzten Jahr Thor gesehen und ehe ich mich versah auch alle anderen jüngeren Marvel-Verfilmungen. Was ist das Resultat? Ich habe es noch immer nicht geschafft, wie ein richtiger Fanboy die Comics zu lesen. Aber immerhin war ich super gehypet vom neuen Trailer zu Iron Man 3.

Nun ist Iron Man 3 wirklich nicht das Trailergeheimnis der letzten zwei Wochen und wahrscheinlich brauche ich diese Filmverführung hier auch gar nicht noch einmal zu zeigen. Doch nur für den Fall, dass ihr in den letzten Wochen in einer Höhle in Papua-Neuguinea gelebt habt, hat Yahoo hier noch einmal den Trailer für euch Abenteurer:

Obwohl ich finde, dass hier eindeutig ein paar Slow-Mo Aufnahmen zu viel in die Runde geschmissen wurden (was würden Sci-Fi und Comic Trailer eigentlich inzwischen ohne tun?) hat mich diese kleine Vorschau absolut überzeugt. Die Slow-Motion-Sequenzen von fallenden, explodierenden, fliegenden und rennenden Personen und Gegenständen sind auch deswegen schon überflüssig, weil der Trailer durch Tony Starks Anfangsmonolog direkt den richtigen Ton trifft. Es ist nicht leicht, in einem überdrehten Actionkracher-Superhelden-Universum wie dem von Marvel die überzeugenden leisen Töne anzuschlagen. Selbst Nolans Batman war in dieser Hinsicht manchmal etwas schwach auf der Brust und hat schließlich im Finale der Trilogie so ziemlich die gesamte Puste verloren.

Nun ist damit natürlich noch nicht gesagt, dass Iron Man 3 diesen Ton zielsicherer durchziehen wird, aber der Trailer lässt hoffen. Es ist schön zu sehen, dass Stark auch eine andere Seite zugetraut wird, als die des ewig selbstsicheren und ironisch-distanzierten Universalgenies. Und dazu ist es ja auch höchste Zeit, denn seit den Ereignissen in The Avengers ist ja so einiges den Bach runter gegangen. Außerdem sollte selbst ein  Tony Stark in existenzielle Zweifel verfallen, wenn er mit dem Mandarin seinem Erzfeind gegenüber steht. Und apropos Mandarin: Ich konnte mir Ben Kingsley zunächst so gar nicht in dieser Rolle vorstellen…wie unrecht ich doch hatte! Viel zu sehen kriegen wir ja noch nicht von ihm, aber sein Voice-Acting gefällt mir schon einmal sehr gut. Es wirkt zwar so auf mich, als wäre das auch so eine neue Mode im Sci-Fi- und Comicfilm: Lasse den Schurken erst einmal die begleitende Stimme zur Krise unserer Helden sein. Aber dieser Trend gefällt mir. Es ist doch viel schwieriger eine Figur bloß aus der Tonlage ihrer Stimme und ihrer Wortwahl zu erschaffen – gerade in Genrebereichen wie diesem, wo es theoretisch auch reichen würde den Schurken in seiner ganzen abgedrehten Erscheinung zu zeigen, um deutlich zu machen, dass er eindeutig zu den bösen Jungs gehört.

Ein kurzes Wort will ich dann noch zu Regisseur Shane Black verlieren, der sich bisher ja eher in den 80er und 90er Jahren mit Drehbüchern zur Lethal Weapon-Reihe, Last Boy Scout und Tödliche Weihnachten einen Namen gemacht hat. Allerdings war sein Regiedebüt der von mir hoch geschätzte Kiss Kiss Bang Bang, bei dem er bereits mit Robert Downey Jr. zusammen gearbeitet hat. Das war im Jahr 2005 und seitdem ist es recht still um ihn geworden. Umso mehr hat es mich gewundert, ihn jetzt als Regisseur eines so wichtigen Blockbusters wie Iron Man 3 wiederzusehen. Gleichzeitig hat es mich natürlich gefreut, denn in Kiss Kiss Bang Bang hat die Zusammenarbeit zwischen ihm und Downey Jr. allem Anschein nach sehr gut funktioniert. Wenn er es also ist, dem wir bald einen facettenreicheren Tony Stark zu verdanken haben, dann bin ich mit dieser Regisseurwahl sehr zufrieden.

Unterm Strich kann ich den Mai also schon gar nicht mehr abwarten. Und das ist auch eine gute Gelegenheit, um mal wieder (ich glaube, ich habe es schon mindestens ein Mal getan) den engagierten Ausbau der Marvel-Welt zu loben. Es gibt immer wieder Stimmen, die behaupten, dass es zur Zeit einen wirklich inflationären Output an Comicverfilmungen gäbe. Insgesamt ist da natürlich viel Ramsch bei, aber eigentlich ist es gerade eine großartige Zeit, um ein Nerd und Comicfan zu sein (um an dieser Stelle mal einen unbekannten Internetbenutzer zu zitieren). Mit Iron Man 3 wird die nächste Phase der Marvel-Verfilmungen eingeleitet und es ist einfach spannend zu sehen, wie kontinuierlich diese Welt nun auch im Film ausgebaut wird. Und damit meine ich nicht nur die „normalen“ Seiten wie Iron Man, Spiderman und X-Men. Sondern auch die Geschichten um sprechende Waschbären und Superheldenbäume, die die Galaxie beschützen. Dazu aber definitiv mehr, sobald wir den ersten Guardians of the Galaxy Trailer zu sehen bekommen.

 

 

 

 

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