Macbeth wird auf Zucker zum Turbo Kid

by on 10/30/2015

Angewandte Filmosophie zum Wochenende
Wir geben euch Tipps für die cineastische Wochenendgestaltung
am 31. Oktober und 01. November 2015

cutrin empfiehlt Voll Verzuckert – That Sugar Film von Damon Gameau im Kino

© Universum / Filmagentinnen

© Universum / Filmagentinnen

Schon mal gesehen, wie viel Zucker in einem Glas Cola steckt? Und das ist nur das plakativste Beispiel, denn Zucker ist überall. Der Dokumentarfilm Voll Verzuckert – That Sugar Film von Damon Gameau nimmt sich dieser Zivilisationskrankheit an, die zu Verfettung, Diabetes und Gefäßverkalkung führt. Und das nicht etwa in Form einer langweiligen Didaktik, sondern mit den Waffen des Gegners: quietschbunt und mit diesem gewissen Etwas, das keinen Widerspruch duldet. Der Filmemacher dokumentiert nämlich ein Experiment: was genau passiert denn nun eigentlich mit dem Körper, wenn ich meinen Zuckerkonsum um ein Vielfaches steigere? Das Ergebnis ist gerade so gruselig, dass sich trotz der Unterhaltung das Nachdenken über die eigene Ernährung einstellt.

dennis empfiehlt Macbeth von Justin Kurzel im Kino

Ⓒ Studiocanal

Ⓒ Studiocanal

Seit diesem Donnerstag kommen Shakespeare-Fans wieder voll auf ihre Kosten. Mit Macbeth ist Regisseur Justin Kurzel ein bildgewaltiges Meisterstück gelungen. Ein Meisterstück vom rauschhaften Bildern bietet. Der Film bleibt dem Originalstoff und vor allem dem Originalsetting sehr treu, sodass man sich den Film auf jeden Fall im Original anschauen sollte. Aber auch hier am Besten mit Untertiteln, denn das schottische Englisch ist schon eine Nummer schwerer. Doch der Film punktet nicht nur in Sachen Werktreue. Kurzel hat ein Film geschaffen, der es dem Zuschauer schwer macht, sich nicht dem Sog von Mord und Verrat zu entziehen und gepaart mit einem tollen Cast, allen voran ein brillianter Michael Fassbender in der Hauptrolle, und rauschhaften Bildern, wird dies zwar zu einer Tour de Force für den Zuschauer, die aber jede Minute lohnt.

quadzar empfiehlt Turbo Kid von François Simard, Anouk Whissell und Yoann-Karl Whissell im Kino

© Epic Pictures Group

© Epic Pictures Group

Normalerweise empfehle ich nicht so gern Filme, die ich noch nicht gesehen habe. Für Turbo Kid von François Simard, Anouk Whissell und Yoann-Karl Whissell mache ich mal wieder eine Ausnahme, da ich diesen Film schon länger sehen wollte. Kurz beschreiben lässt sich Turbo Kid als Fusion von 80er-Nostalgie-Ästhetik, 8-Bit-Elektro-Soundtrack, cartoonartigem Ultra-Gore und einem postapokalyptischen Mad Max – Szenario. Nur ohne Benzin und Autos, dafür mit Fahrrädern. In dieser Welt will ein von dem Helden Turbo Rider besessener Comicfan namens The Kid (Munro Chambers) zusammen mit dem Mädchen Apple (Laurence Leboeuf) den Diktator Zeus (Michael Ironside) stürzen, um das Wasteland zu befreien. Dafür müssen nicht nur viele Köpfe rollen, sondern auch explodieren. Zu meinem Leidwesen läuft der Film nicht in Bremen oder Hamburg, Berliner dürften aber die ein oder andere Vorstellung finden. (Vorsicht vor dem doch sehr brutal-expliziten Trailer.)

 

 

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