Mad Max und Ghost Dog im Sternenkrieg

by on 09/18/2015

Angewandte Filmosophie zum Wochenende
Wir geben euch Tipps für die cineastische Wochenendgestaltung
am 17., 18. und 19. September 2015

dennis empfiehlt Star Wars: Episode I von George Lucas am Freitag, den 17. September um 20:15 Uhr auf ProSieben

© Fox Deutschland

© Fox Deutschland

Eigentlich wollte ich Euch an dieser Stelle Willkommen bei Carmen Nebel empfehlen, aber dann dachte ich mir so: „Ne, kommt vielleicht nicht gut an“ … Daher nutze mal die Chance die uns ProSieben bietet und empfehle all denen, die sehnsüchtig auf den VII. Teil der Star Wars-Saga warten, am Freitag mit Star Wars: Episode I (Die dunkle Bedrohung) zu starten und die folgenden Tage dem Saga-Marathon auf diesem Sender zu folgen. Eine sehr gute Gelegenheit um sich daran zu erinnern, wer wer nochmal war und darüber nachzudenken, was Lucas in den neuen Teilen (I bis III) alles falsch gemacht hat – oder nicht. Sicher ist aber, dass sich Teil VII von der Technik her wohl wieder an der Originalreihe (IV bis VI) orientieren wird und scheinbar mehrheitlich auf Greenscreen Szenen verzichten wird. Möge die Macht mit J. J. Abrams sein!

cutrin empfiehlt Mad Max: Fury Road von George Miller auf DVDmadmax_slider

Wer hätte das gedacht? Ich habe Mad Max: Fury Road in Cannes eigentlich nur gesehen, weil dort am ersten Tag noch nicht so viele Filme laufen. Und dann habe ich unerwarteterweise einen der besten Streifen des Jahres gesehen. So far. Die eigentliche Hauptrolle spielt in dem Actionwerk gar nicht der Titelheld in Gestalt von Tom Hardy, sondern Charlize Theron als Badass-Babe Furiosa. Neben reichlich Kickass-Power und Sandstürmen ist aber auch für die Filmanalytiker etwas dabei. Interessant zum Beispiel: George Miller hat sämtliche Bilder mittig zentriert komponiert und so können wir die Augen entspannen und kriegen trotzdem alles mit. Am Besten mag Mad Max: Fury Road auf einer möglichst großen Leinwand kommen – aber DVD ist der Film trotzdem zu empfehlen.

quadzar empfiehlt Ghost Dog – Der Weg des Samurai von Jim Jarmusch am Samstag, den 19. September um 22:00 Uhr auf einsfestival

© Studiocanal

© Studiocanal

Ah, Ghost Dog. Hip Hop und fernöstliche Kampfkunst sind oft eine sinnvolle Kombination. Ich weiß nicht, wieso, aber irgendwie passt es. Jim Jarmusch weiß das auch und schickt Forest Whitacker als den wortkargen, bis in den Tod loyalen Auftragskiller Ghost Dog zur Musik von RZA durch die Mafiawelt. Viele Worte braucht die Geschichte auch nicht, denn die Taten und das Verhalten von Ghost Dog an sich sprechen Bände. Und der eine Band, den Ghost Dog liest (ein paar Mal zuviel), ist das Hagakure, einer der wohl berühmtesten Samurai-Kodexe. Bedingungslose Treue führt in unserer modernen Welt allerdings auch zu Problemen und es wird schwierig für Ghost Dog, diese ohne Ehrverlust zu lösen.

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