Männer im Wald und Frauen beim Pussy Riot Prozess

by on 09/26/2013

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Angewandte Filmosophie zum Wochenende

Wir geben euch Tipps für die cinephile Wochenendgestaltung am 28. und 29. September 2013

dennis empfiehlt Prince Avalanche von David Gordon Green im Kino

©  KOOL Filmdistribution

© KOOL Filmdistribution

Endlich ist es soweit, am vergangenen Donnerstag ist nun endlich Prince Avalanche, der Überraschungserfolg und mein Lieblingsfilm der Berlinale 2013 in den deutschen Kinos gestartet. Der Film erzählt die Geschichte von Alvin (Paul Rudd) und Lance (Emile Hirsch), die nach einem Waldbrand eine einsame Straße wieder in Stand setzen und in der Einsamkeit des Waldes miteinander auskommen müssen. Nicht nur, dass die beiden Hauptdarsteller in diesem „Kammerspiel“ in dieser Hinsicht auf fantastische Art und Weise miteinander harmonieren, sondern auch die Gestaltung der fast schon detailverliebten und irgendwie auch meditativen CinemaScope Bilder und der fast tranceartige Soundtrack von Explosions in the Sky, lassen den Film zu einem Erlebnis werden, das einem noch im Gedächtnis bleibt auch wenn der Vorhang schon unten ist. Das Ende – so viel sei an dieser Stelle erwähnt – ist rätselhaft und eindringlich wie der Film selbst.
Daher an dieser Stelle auch nochmal der Hinweis auf die sehr treffende Kritik zum Film von cutrin.

patrick empfiehlt Fast and Furious 6 von Justin Lin ab dem 26.09. auf DVD/Blu-Ray

© Universal Pictures

© Universal Pictures

Was spricht eigentlich dagegen Spaß zu haben? Absolut gar nichts. Daher MUSS ich diese Woche einfach Fast and Furious 6 empfehlen, einem der spaßigsten Filme dieses Kino-Sommers, auch wenn er nicht ganz so großartig ist wie der fünfte Teil. Trotzdem macht die Auto-Action rund um die „Familie“ Torretto unheimlich viel Laune. Man darf die Action nicht zu ernst nehmen, denn erst wegen ihrer Überzogenheit kann das Gesehene überzeugen. Außerdem ist die Gruppendynamik, die fast an so etwas wie die Ocean-Filme erinnert grandios. In diesem Teil arbeiten Vin Diesel, Paul Walker und co. zusammen mit The Rock, also dem Polizisten, der sie im fünften Teil noch verfolgte, um den US-Agenten Luke Hobbs zu stoppen, der mit seiner „mobilen Einsatztruppe“ einen Coup nach dem nächsten unternimmt. Absolute Non-Stop Action mit coolen Sprüchen und überzogenen Stunt-Einlagen, die aber von vorne bis hinten unterhalten. Ein Wahnsinns-Spaß.

 

cutrin empfiehlt Pussy Riot: A Punk Prayer am 29.09. um 18:30 Uhr im Berliner Zeughauskino

© Goldcrest Films International

© Goldcrest Films International

An diesem Wochenende habt ihr das letzte Mal in diesem Jahr die Möglichkeit, das DOKU.ARTS Filmfestival im Berliner Zeughauskino zu besuchen. Seit dem 11. September läuft das Filmfest und zeigt dort vorrangig künstlerisch ambitionierte und innovative Dokumentarfilme aus allen möglichen Ecken der Welt. Am Sonntagabend ist dann schließlich Pussy Riot: A Punk Prayer von Mike Learner und Maxim Posdorowkin an der Reihe. Der Dokumentarfilm widmet sich dem Prozess und den Gerichtsverhandlungen, die auf die Performance folgten, bei denen die Mitglieder von Pussy Riot maskiert in einer Moskauer Kirche auftraten. Die Regisseure betrachten die Aussagen der Frauen dabei selbst als eine Form der Performance-Kunst.

 

ben empfiehlt This Ain’t California am 29.09. um 02.30 Uhr auf arte

© Sony Music Entertainment

© Sony Music Entertainment

Als ich auf der Berlinale 2012 This Ain’t California von Marten Persiel gesehen habe, hat mich die DDR-Skater-Doku sofort begeistert und emotional sehr berührt. Getrübt wurde dieser erste Eindruck allerdings durch die Tatsache, dass die sehr authentisch wirkende Geschichte und die zahlreichen „Originalaufnahmen“ gar nicht wirklich dokumentarisch sondern eigentlich fiktional sind, bzw. Marten Persiel keine klare Abgrenzung zwischen diesen beiden Dingen liefert. Ich war enttäuscht, wütend und fühlte mich irgendwie betrogen. Denn im Gegensatz zur Doku waren die Emotionen, die der Film in mir hervorrief, echt und zum großen Teil natürlich aufgrund meiner Annahme, die Geschichte über die Skate-Kultur und das tragische Leben der Hauptperson Dennis sei echt. Nichtsdestotrotz ist das „Kunstprodukt“ This Ain’t California extrem sehenswert. Falls ihr den Film am Mittwoch also verpasst haben solltet, bietet euch arte folgende Möglichkeiten, um ihn am Wochenende nachzuholen: entweder ihr schaut in euch im Fernsehen in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 02.30 Uhr auf arte an, oder ihr nutzt die Möglichkeiten des Internets und bestimmt auf arte+7 selbst die Uhrzeit. Eine ausführliche Kritik von filmosophie zu This Ain’t California findet ihr hier!

 

filmosophie empfiehlt das Filmfest Hamburg
© Filmfest Hamburg/ Martin Kunze

© Filmfest Hamburg/ Martin Kunze

Ich habe mich ja in der letzten Zeit auf diesem Blog etwas rar gemacht. Das liegt an den vielen Festivals, die ich zur Zeit besuche. Nach Venedig und San Sebastián gibt es nun jedoch ein Festival, dass ich auch an dieser Stelle empfehlen kann, da es in Deutschland, genauer gesagt in Hamburg stattfindet. Das Filmfest Hamburg hat ein sehr breites Programm, in dem einige Highlights der aktuellen Festivalsaison wie Only Lovers Left Alive, Inside Llewyn Davis, Borgman und Moebius zu sehen sind, aber auch viele „kleinere“ Filme aus allen Herren Ländern. Dazu gibt es eine eigene Sektion über das iranische Kino sowie den Michel, ein kleines Kinderfilmfestival im Rahmen der großen Veranstaltung. Das ist eine tolle Gelegenheit, mal ein paar besondere Filme zu sehen, die es sonst gar nicht in unsere Kinos schaffen.

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