Media Monday #143 – Kurz und knapp

by on 03/24/2014

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Heute gehts im Media Monday mal direkt ans Eingemachte. Ob das aber die Beantwortung der Fragen einfacher macht, gerade als Filmliebhaber?

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1. Der schönste Liebesfilm ist für mich wohl Casablanca von Michael Curtiz von 1942 mit Humphrey Bogart und Ingrid Bergman in den Hauptrollen. Er ist der schönste Liebesfilm, weil er dafür wohl eines der ungewöhnlichsten Enden der Hollywood-Filmgeschichte hat und auf seine Art und Weise irgendwie cool ist. „We’ll always have Paris“.

2. Der nervigste Soundtrack ist seit der Berlinale 2014 wohl der zu Monuments Men. Das liegt jedoch nicht an der immer wunderbaren Musik von Alexandre Desplat. Das liegt eher an der Tatsache, dass die Musik einfach überpräsent ist und keine Sekunde im Film verging, ohne dass dabei Musik zu hören war. 

3. Die beste Gesangs-, Tanz- oder Musical-Szene kommt aus *Trommelwirbel* Les Misérables von Tom Hooper. Hier besonders das mehrstimmige Stück „One Day More“. Ohrwurmgefahr, einfach schön und es drückt auf wunderschöne Weise den Dreh- und Angelpunkt des Plots aus. Ich könnte an dieser Stelle auch andere Stücke aus dem Film nennen, wie z.B. „Empty Chairs at Empty Tables“. Ganz vorne rangieren hier aber auch mehrere Szenen aus Chicago von Rob Marshall von 2002.

4. Die überwältigendsten Spezialeffekte retten einen Film nicht, wenn der Plot nicht stimmt und dürfen nie wichtiger sein als die Dramaturgie. Eine Wahrheit für alle Epochen. Doch als Filmwissenschaftler sage ich auch, dass die Spezialeffekte auch immer an der Zeit gemessen werden müssen, in der sie entstanden sind.

5. Die überzogenste Dramaturgie findet sich leider immer wieder in vielen deutschen TV-Filmen und TV-Serien. Scheinbar kursiert unter den deutschen Dramaturgen immer noch die Meinung, dass der Zuschauer „blöd“ sei und man ihm eigentlich auch die noch so unlogischste Geschichte ohne Probleme auftischen kann.

6. Der vorhersehbarste Plot findet sich, siehe oben, ebenfalls immer wieder und zu oft in deutschen TV-Filmen und TV-Serien.

7. Zuletzt habe ich Zusammen ist man weniger allein gesehen und der/die/das war hat mich wieder daran erinnert, warum ich französische Filme so mag, weil ich schon nach den ersten Sekunden wieder ein gutes und beseeltes Gefühl hatte und dabei erneut unbeschwert der schönen Musik von Alexandre Desplat lauschen konnte.

3 Responses to “Media Monday #143 – Kurz und knapp”

  • „Les Misérables“ musste ja von Dir als Antwort kommen. 🙂 Allerdings hatte ich mir gerade von „One Day More“ im Film etwas mehr versprochen. Hier finde ich die bspw. die Bühnenversion von dem 10-jährigen Jubiläumskonzert in London viel überwältigender.

    Alexandre Desplat ist auch einer meiner Lieblingsfilmmusik-Komponisten, zuletzt ist mir das erst wieder bei „Philomena“ aufgefallen.

    • dennis
      dennis says:

      In der Tat, was das Musical angeht, war meine Antwort in der Tat vorhersehbar. Leider habe ich die Bühnenversionen (noch) nicht gesehen. Ein weiterer Punkt auf der To-Do-List.

      “Philomena” muss ich, autsch, auch noch sehen. Nächster Punkt auf der Liste 😉 Gerade wenn er dafür auch für den Oscar nominiert war

  • Wortman says:

    Gute Antwort bei Nr. 1 🙂

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