Media Monday #161 – Sherlock, Veronica, Daniel und ein bisschen Brasilianisch

by on 07/28/2014

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Wenn der heutige Media Monday schon mit dem verlockenden Hinweis auf eine schmackhafte vegetarische Lasagne beginnt, kann die Woche nur gut starten. An die Gabeln, fertig, los …

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1. Das Stilmittel, Splitscreens einzusetzen ist eine hohe Kunst, die leider nicht jeder besitzt. In meinen Augen ist Splitscreen eine sehr tolle Methode um als Alternative zur Parallelmontage zwei oder sogar mehr parallel laufenden Handlungen und auch Zeitebenen zu zeigen. Das Problem ist, dass zu viele Regisseure diese Darstellungsmethode einfach nur benutzen weil es schön aussieht und dabei den eigentlichen Sinn vergessen. Eine Balance zwischen Ästhetik und Funktionalität ist hier perfekt.

2. Selten gab es eine unsympathischere Hauptfigur als Daniel Plainview (Daniel Day-Lewis) in There Will Be Blood von Paul Thomas Anderson aus dem Jahr 2007, denn so ein kaltblütiges, unherzliches Arschloch wie diese Figur habe ich selten gesehen. Eigentlich müsste man ja glauben, dass ein Film mit so einer Figur, die keine wirkliche Wandlung durchmacht und mit der man sich gar nicht identifizieren kann, gar nicht funktioniert. Doch das hat es auf interessant Weise doch.

3. Ein Film auf Brasilianisch hat man mich im Grunde schon am Haken, weil diese Sprache schlicht und ergreifend so schön melodisch klingt – egal was genau gesagt wird.

4. Es wird allerhöchste Zeit, dass der Hype um die „Sagen-Fantasy-Crossover“ à la Hercules oder 300 ein Ende findet, denn diese Art von Filmen zwar visuell oft sehr interessant, aber die Wahrheit und die Geschichte (dramaturgisch und historisch) bleiben da zu oft auf der Strecke.

5. Bester Nebeneffekt, mich mit meinen Seh- und/oder Lese-Gewohnheiten auf meinem Blog auseinanderzusetzen ist neben der Vernetzung zwischen den Blogs, auch die Möglichkeit zu sehen wie andere Blogs und Autoren über ein bestimmtes Thema denken.

6. Sobald Veronica Ferres in einem Film auftaucht kann ich mich nur kopfschüttelnd abwenden, weil diese Schauspielerin zwar auch gute Rollen spielt, doch ich mittlerweile den Eindruck habe, dass sie für jeden zweiten Film gebucht wird, auch wenn sie gar nicht auf die Rolle passt.

7. Zuletzt gesehen habe ich Sherlock Holmes: A Game of Shadows und das war eine Erleichterung, weil ich seit 3 Jahre versucht habe den zu sehen und es gestern dem Videoangebot und dem W-LAN des ADAC Postbus sei Dank endlich geschafft habe.

4 Responses to “Media Monday #161 – Sherlock, Veronica, Daniel und ein bisschen Brasilianisch”

  • Wortman says:

    Bei solchen Filmen wie Hercules und Co bleibt die „Historische Geschichte“ immer im Hintergrund. Da zählt nur die Action.

  • Michi says:

    Wie hat dir denn SHERLOCK gefallen? Ich habe zugegebener Maßen eine Schwäche für die Filme und darf mir dafür von allen Seiten anhören, wie schlecht sie doch eigentlich sind. Auf welcher Seite stehts du dazu?

    • dennis
      dennis says:

      Also ich stehe wohl auf der Seite, die die Filme mag. Wenn ich mal einen Rangfolge der „Sherlock Holmes“ Adaptationen machen müsste, dann wäre unangenfochten am ersten Platz die Version der BBC, dann die Filme von Guy Ritchie und dann weit abgeschlagen die US Version „Elementary“.
      OK, der visuelle Stil von Ritchies Filmen ist ungewöhnlich, aber ich finde es schon toll, dass der Film eben im viktorianischen Zeitalter spielt, in dem auch die Romanfigur angesiedelt ist.
      Darüber hinaus finde ich diese Technikverliebtheit, die die Filme auf verschiedene Art und Weise mehr als eindeutig thematisieren, eigentlich ganz interessant, denn sie spiegelt genau diese „technische Aufbruchstimmung“ wider, die im viktorianischen London langsam aufkeimte.

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