Men In Black am Sonntag von Judge Dredd verhaftet

by on 07/24/2015

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Angewandte Filmosophie zum Wochenende

Wir geben euch Tipps für die cineastische Wochenendgestaltung

am 25. und 26. Juli 2015

cutrin empfiehlt Menschen am Sonntag von Robert Siodmak auf dem Stummfilm-Open-Air-Berlin

© Filmmuseum Berlin

© Filmmuseum Berlin

Diese Woche findet an verschiedenen Spielorten in Berlin Friedrichshain und Kreuzberg das Stummfilm Open Air-Festival statt, dass am Samstag mit einer ganz besonderen Perle beendet wird. Um 21.30 Uhr zeigen die Veranstalter im Freiluftkino Friedrichshain Menschen am Sonntag, einen Berlinfilm von Robert Siodmak u.A. aus dem Jahre 1930. Keine große Geschichte wird hier erzählt, sondern ein Sommertag im Berlin der späten 1920er Jahre gezeigt. Dabei liegt der Fokus auf dem Alltäglichen, kleinen zwischenmenschlichen Flirts und der pulsierenden Stadt selbst. Den Zoo erkennt man zum Beispiel sofort oder den Wannsee, an dem unsere Protagonisten, vier junge Arbeiter_Innen ihr wohlverdientes Wochenende in der Sonne verbringen. Menschen am Sonntag ist eine regelrechte kleine Gesellschaftsstudie, aber dabei unterhaltsam, lockerleicht und bezaubernd. Und oben drauf gibt es auch noch eine neue Live-Vertonung durch den Wiener Elektronik-Musiker Markus Kienzl. Eintritt: 8€. Mehr Infos hier. Nicht auf der großen Leinwand entgehen lassen!

dennis empfiehlt Men In Black von Barry Sonnenfeld am Samstag, den 25. Juli um 20:15 auf RTL

© Sony Pictures Germany

© Sony Pictures Germany

Men In Black von Barry Sonnenfeld kann man an dieser Stelle wohl zu den SciFi-Klassikern zählen. Wohl schon aus dem Grund, weil der Film mit Will Smith und Tommy Lee Jones mittlerweile schon fast 10 Jahre alt ist. Der Film ist nicht nur witzig und hat mit dem Duo Smith-Jones ein mehr als passendes „Leinwandpaar“ gefunden, sondern ist auch sehr intelligent und selbstironisch gemacht (gerade was die immer postulierte Coolness von Smith angeht), denn der Film – der ja eigentlich auf einem Comic basiert – greift eine Idee auf, die eigentlich schon immer im Bewusstsein der Menschen umhergeistert: das Aliens eigentlich schon unter uns sind und sie unsere Gesellschaft infiltriert haben. Das aber auch nicht immer mit bösen Absichten. Wie würdet ihr sonst den komischen Nachbarn erklären?

quadzar empfiehlt Dredd von Pete Travis am Samstag, den 25. Juli um 22:05 Uhr auf RTL

© Universum Film

© Universum Film

Ihr braucht den Sender gar nicht zu wechseln. Nach dem mit Nostalgie beladenen Klassiker Men In Black kommt auf RTL ein Musterbeispiel für gut gelungene Comicverfilmungen. Dredd von Pete Travis (8 Blickwinkel) und Executive Producer Adi Shankar (Punisher: Dirty Laundry, Power/Rangers) schickt Karl Urban und Olivia Thirlby in die postapokalyptische Welt von Megacity One. Der britische Comic-Klassiker Judge Dredd findet in Dredd und insbesondere dem niemals helmlosen, stets grimmigen Karl Urban seinen optimalen filmischen Avatar. Die reduzierte Geschichte um einen von der Drogengang-Anführerin Ma-Ma (Lena Headey) eroberten Apartement-Block lässt den Justizgolem Judge Dredd und die Telepathin Judge Anderson (Thirlby) Stockwerk für Stockwerk gegen die immer klarer werdenden Konsequenzen von Überbevolkerung und Perspektivenlosigkeit antreten. Wie im Comic auch, weniger aber in der Stallone-Verfilmung, kommen dabei auch die Legislative, Judikative und Exekutive vereinendenden Judges moralisch gesehen nicht besonders gut rüber. Ein Top-Cast verbindet sich mit einer interessanten Geschichte, typischem schwarzem Humor und interessantem Schnitt.

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