Mexico und Island schwelgen in Erinnerungen an Marnie

by on 11/13/2015

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Angewandte Filmosophie zum Wochenende
Wir geben euch Tipps für die cineastische Wochenendgestaltung
am 14. und 15. November 2015

cutrin empfiehlt Erinnerungen an Marnie von Hiromasa Yonebayashi im Kino

© Universum

© Universum

Das ist das Ende einer Ära. Mit Erinnerungen an Marnie startet der vorerst letzte Spielfilm aus dem japanischen Studio Ghibli in unseren Kinos. Hayao Miyazaki kündigte erst seine Rente an und berichtete anschließend, er arbeite noch immer sehr viel. Die Lage ist undurchsichtig, aber Fakt ist: die Zukunft des Studios ist zumindest unsicher. Noch bleiben uns einige Ko-Produktionen und Dokumentarfilme über die Animé-Schmiede, mit dem neuen Film von Hiromasa Yonebayashi (Arrietty – Die wundersame Welt der Borger) müssen wir aber die vorerst letzte Eigenproduktion genießen. Darin geht es um ein asthmakrankes Waisenmädchen, das während einer Kur in einem Haus am See ein geheimnisvolles, blondes Mädchen kennenlernt. Nichts wie auf ins Kino, um uns noch einmal von den detailverliebt gezeichneten Ghibli-Welten verzaubern zu lassen.

dennis empfiehlt Virgin Mountain von Dagur Kari im Kino

© Alamode Film

© Alamode Film

Wenn man es recht bedenkt, ist Island doch ein komisches Land. So einsam, dort oben im Atlantik und im langen Winter ist es glaube nicht besser. Um es salopp zu formulieren, gute Vorraussetzungen für schräge Typen und Außenseiter. Vielleicht nicht ohne Grund, hat dieses Thema im skandinavischen Kino im Allgemeinen Hochkonjunktur. Und die Umsetzung machen sie gut. Sehr gut. Wie auch am Beispiel der Geschichte um den 43-jährige Fúsi (Gunnar Jónsson), die teils schräg, fast schon skurril anmutet und dem Zuschauer den ganzen Film über, der 2015 auf der Berlinale lief, ein Mitleidslächeln auf den Mund zaubert. Und doch, hinter all dieser Skurrilität, empfindet man doch eine tiefe Verbungenheit mit der Hauptfigur und wünscht ihr alles Gute. Im Grund genommen, schwankt der Zuschauer immer zwischen Mitleid und Distanz auf der einen Seite und Verbundenheit auf der anderen Seite. Dementsprechend kommt das Ende im Film unerwartet, doch es ist das einzige Richtige. Sehenswert!

quadzar empfiehlt Irgendwann in Mexico von Robert Rodriguez am Freitag, den 13. November um 23:40 Uhr auf Pro7

© Sony Pictures

© Sony Pictures

Wem Machete von Robert Rodriguez so wie mir ein bißchen zu überdreht ist, dem sei Irgendwann in Mexico ans Herz gelegt. Nach El Mariachi und Desperado schickt Rodriguez Antonio Banderas noch einmal auf Rachefeldzug und diesmal sind auch korrupte Generäle und natürlich Gangster (zum Beispiel der herrlich böse Willem Dafoe) nicht vor ihm sicher. Als Gegenspieler gibt es unter anderem auch Danny Trejo als Machete. Daneben ist der Film einer der letzten, in denen Johnny Depp vor (oder parallel zu) seiner Disneyfikation in Fluch der Karibik eine nicht-apathische Darbietung abliefert.

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