Schneeflöckchen – Ein bisschen Tarantino

by on 06/17/2014

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Eigentlich ist Genre-Kino in Deutschland Mangelware. Doch es gibt auch Ausnahme wie vor Kurzem filmosophie in Hinblick auf Stereo von Maximilian Erlenwein festgestellt hat. Ob sich das Spielfilmdebüt mit dem fast schon satirisch niedlichen Namen Schneeflöckchen des Regisseurs Adolfo Kolmerer auch dazu zählen darf, ist an dieser Stelle noch offen, denn der Film ist noch nicht angedreht. Was der Teaser bisher zeigt, macht aber definitiv Lust auf mehr und lässt darauf hoffen, dass sich das Crowdfunding-Projekt auch in die Riege von Filmen einreihen wird, die nicht dem üblichen Schema S folgen sondern Mut zu neuen Wegen haben.

Die Geschichte klingt vielversprechend und irrwitzig zugleich. So schreibt die betreuende PR-Agentur:

„Die Geschichte dreht sich um die gesetzlosen Freunde Tan (Erkan Acar) und Javid (Reza Brojerdi), die den korrupten Polizeipräsidenten und Mörder ihrer Familien Winter (Gedeon Burkhard) suchen. Ihre Jagd gerät ins Stocken, als die beiden ein Drehbuch zu genau dem Film finden, in dem sie sich gerade befinden. Darin lesen sie, dass sie selbst das Ziel eines persönlichen Rachefeldzugs der jungen Studentin Eliana (Xenia Assenza) geworden sind, deren Eltern Tan und Javid aus Versehen getötet hatten. Mit Eliana dicht auf ihren Fersen, versuchen die beiden aus der fatalen Handlung des Drehbuches auszubrechen, indem sie den Autor (Alexander Schubert) finden und ihn zwingen, das Drehbuch um zu schreiben.“

© Schneeflöckchen GmbH

© Schneeflöckchen GmbH

Der abstruse Plot von Schneeflöckchen erinnert ein bisschen an die Idee aus Filmen wie Being John Malkovich oder Adaption und wenn das Endprodukt die Geschichte genau so umsetzt wie es der Teaser verspricht, hat der Film großes Potential. Und das schon aus dem Grund, weil die filmische Umsetzung, die Gestaltung der Szenen und die irrwitzigen Dialoge des Teaser stark an Quentin Tarantino erinnern und das ist, mit wenigen Ausnahmen, in der deutschen Kinogeschichte mehr als rar. Und ganz im Sinne eines Tarantino Films, beiteiligen sich an Kolmerers Projekt namhafte Schauspieler mit wie eben Alexander Schubert, Gedeon Burkhard,  Mehmet Kurtulus oder auch Xenia Assenza, die jüngst im mehrfach ausgezeichneten österreichischem Western Das finstere Tal zu sehen war und schon auch in Inside Wikileaks mitspielte.

© Schneeflöckchen GmbH

© Schneeflöckchen GmbH

Wer also mehr über dieses spannende Crowdfunding-Projekt erfahren will, wird auf der Facebook-Seite des Films fündigt. Wer diesen Independentfilm hingegen finanziell unterstützen will, kann dies auf der Seite von Indiegogo machen.

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