The 2nd Horseman –

by on 06/11/2013
© The Second Horseman

© The Second Horseman

Nach all dem Gerede über Maya-Kalender und das bevorstehende Ende der Welt scheint es ja nur folgerichtig, dass sich auch Lateinamerika am Genre des Endzeit-Apokalypse-Si-Fi-Films beteiligt. Trotzdem war ich ganz gut überrascht, als ich auf den Trailer zu Arthur Cross‘ Erstlingswerk The 2nd Horseman gestoßen bin.

Wenn man nicht gerade ein Kenner des südamerikanischen Kinos ist, dann hört man nicht gerade häufig von Filmen aus Peru. Umso schöner ist es dann natürlich, wenn es einmal ein Trailer zu einem solchen Film in den internationaleren Fokus schafft. Und noch viel schöner, wenn dieser Trailer dann auch noch Lust auf mehr macht. So ging’s mir zumindest beim Gucken der Filmverführung von The 2nd Horseman. Versteckt hat sich der Trailer bei Twitch:

Das Mädel, das wir da in dem Trailer sehen, heißt Serah und ist Mitglied einer Special-Ops-Einheit. Serah ist eine ganze Weile in der so genannten No-Zone verschwunden gewesen und als sie wieder auftaucht, bringt sie eine Nachricht aus einer anderen Welt mit. Daraufhin hat eine Gruppe Söldner jede Menge zu tun, um Serah vor den Anhängern einer fanatischen Sekte zu schützen, die die junge Frau für ihre eigenen apokalyptischen Zwecke einsetzen wollen.

So viel also zum Inhalt, von dem man aus dem recht kryptischen Trailer nicht viel erfährt. Dafür eine Kameraführung, die ich persönlich interessant finde, ein sehr atmosphärisches Voice-Over und ein…Sternending, das in seiner recht trashigen Animation schon wieder cool ist. Gerade über den letzten Punkt haben sich einige Leute im Netz bereits wieder mit dem gerechten Zorn des aufgebrachten Filmkenners und Geeks aufgeregt. Dann wird sich über Animation, laienhafte Kameraführung oder auch die popkulturell viel zu verbrauchte Gestaltung des Filmtitels im Sowjet-Style aufgeregt. Aber wozu das Ganze? Wir haben es hier mit einem Debütfilm zu tun, der auf den ersten Blick schon einiges richtig macht und mit seiner knappen Story eine knackige Prämisse hat. Sowas hat schon bei Gareth Huw Evans‘ The Raid zu Instant-Kult geführt und könnte es hier auch tun.

Momentan erlebt das Endzeit-Kino mal wieder eine Hochphase, was bei den politischen und ökologischen Situationen, denen sich die Welt derzeit gegenüber sieht, auch gar nicht überrascht. Trotzdem wirkte vieles von dem, was ich da in den letzten Jahren gesehen habe, nicht besonders inspiriert. The 2nd Horseman könnte da als vollkommen unerwarteter Mitspieler das Genre mal wieder ein wenig auffrischen. Und es ist zu hoffen, dass zumindest einige Leute außerhalb von Peru den Film sehen werden, wenn er Anfang nächsten Jahres veröffentlicht wird.

One Response to “The 2nd Horseman –”

  • Marcel says:

    Ich hab zwar die Apolcalypse im Kino satt aber einem Debütfilm aus Peru (!!!) geb ich in jedem Fall ne Chance! Danke für den Tipp!

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