The Purge – Wir verlosen den Ausnahmezustand

by on 10/24/2013

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© Universal

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Eine Verlosung jagt bei uns zur Zeit die nächste. Diesmal schicken wir euch mit der

DVD zu The Purge – Die Säuberung

den Ausnahmezustand nach Hause. Um die düstere Zukunftsvision mit Ethan Hawke und Lena Headey zu gewinnen, müsst ihr uns nur in den Kommentaren oder per Email an info[at]filmosophie.com verraten, welche Filmdystopie euch am meisten gruselt. Alle Einsendungen, die uns bis zum 31. Oktober 2013 um 23:59:59 Uhr erreichen kommen in den Lostopf.

Zum Film:

In einer nicht allzu weit entfernten Zukunft dürfen die US-Amerikaner volle 12 Stunden wüten, toben, morden und metzeln wie sie wollen, ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden. Durch diese kathartische Nacht wurde nicht nur die Kriminalität an den übrigen 364 Tagen des Jahres auf ein Minimum reduziert, sondern auch die Arbeitslosigkeit auf 1% gesenkt. Man spricht von einem „wiedergeborenen Amerika“. Doch hinter der Idee, der vorübergehenden Straffreiheit steckt noch etwas anderes, denn „purge“ ist der englische Begriff für eine (politische) Säuberung. Und so gelten die Gewaltakte vor allem jenen Bürgern, von denen sich die Gesellschaft gerne entledigen möchte. Obdachlose und andere sozial Benachteiligte stehen ganz oben auf der Abschussliste, während die Schönen und Reichen sich hinter komplexen Sicherheitssystemen verbarrikadieren. James (Ethan Hawke) ist Vertreter für eben diese Sicherheitssysteme. Das Geschäft boomt. In seiner „gated community“ – einem durch Zäune von der Außenwelt abgeriegelten Wohngebiet gut verdienender Bürger – besitzt er das größte und schönste Haus. Während seine Frau Mary (Lena Headey) merkt, dass sich nicht alle Nachbarn für sie freuen, ist James von seinem Erfolg geblendet. Er steht voll und ganz hinter der Idee der Säuberung und wähnt sich und seine Familie in Sicherheit. Doch dieses Jahr muss er erkennen, dass kein Sicherheitssystem der Welt den Ausmaßen der menschlichen Boshaftigkeit gewachsen ist.

Meine ausführliche Kritik zum Film gibt’s hier.

 

Natürlich verraten wir euch auch, welches Science Fiction Szenario uns am meisten gruselt:

filmosophie: Ich glaube, dass es in meinem Fall tatsächlich The Purge – Die Säuberung selbst ist, der mir besonders die Haare zu Berge stehen lässt. Ich finde diese Vision, die ja nur minimal in der Zukunft angesiedelt ist, erschreckend realistisch. Vielleicht auch, weil ich solche abgeriegelten Vororte schon mit eigenen Augen gesehen habe.

patrick: Mich gruselt eine eher unbekannte Dystopie aus der britischen Serie Black Mirror. In der zweiten Episode der ersten Staffel wird dort eine Welt entworfen, in der die Menschen auf Heimtrainern Energie erzeugen müssen. Für diese Arbeit bekommen sie Tokens, die dadurch verringert oder gesteigert werden welche Reality-Sendung man auf den großen Bildschirmen vor sich guckt. Einziger Ausweg diesem schrecklichen Leben zu entkommen, ist, seine Tokens für den Auftritt bei einer Reality-Song-Contest-Show auszugeben. Die ganze Idee dieser Welt ist für mich der pure Horror. Den ganzen Tag Reality-Shows? Oh Gott, nein.

cutrin: Ich musste bei einer vielleicht etwas ungewöhnlichen Dystopie schlucken. Im Animationsfilm Wall-E – Der letzte räumt die Erde auf aus dem Hause Pixar sind die Menschen zu blödsinnigen Schwabbeln verkommen, die den ganzen Tag in schwebenden Sesseln sitzen, Fastfood in sich hineinfressen und auf Bildschirme glotzen. Kein Funken Aktivität mehr – ob nun geistig oder körperlich. Ganz besonders erschreckend fand ich diese grellbunte Welt, weil sie im Grunde gar nicht so weit entfernt von der Wirklichkeit ist. Für Massenmanipulation und eine abartige Lebensmittelindustrie muss ich gar nicht in die Zukunft reisen.

dennis: „L’an 2000 ne passera pas“, das Jahr 2000 wird nie zu Ende gehen, betitelte einmal der französische Medientheoretiker Jean Baudrillard einen seiner Artikel. Ja, ich denke die Vision, die Matrix vermittelt, bereitet mir wohl die meiste Angst. Wie schlimm wäre es, wenn wir uns nicht mehr sicher sein könnten, dass das Leben das wir gerade leben eigentlich nur eine Simulation ist und wir auch keine Möglichkeit haben, dies zu merken, unser Geist unfähig ist das zu kapieren und der Satz „Ich denke, also bin ich“, der unsere gesamte moderne Gesellschaft bestimmt, seine Gültigkeit verlieren würde.

ben: Mich gruselt wohl am ehesten die gedanklich nächste Stufe des Internets, nämlich die direkte Vernetzung der Gehirne der Menschen mit dem Internet. Während diese Idee in Gamer mehr zur Kontrolle und Steuerung des Menschen eingesetzt wird, erfährt die Welt in der grandiosen YouTube-Serie H+ durch das Abschalten des Internets und damit der Gehirne sein augenblickliches Ende. Der maschinengewordene Mensch wird einfach abgeschaltet und dadurch Opfer seiner eigenen Optimierung…

So und jetzt seid Ihr dran!

6 Responses to “The Purge – Wir verlosen den Ausnahmezustand”

  • Rolf says:

    „Brazil“ von Terry Gilliam, besonders wenn man den Twist beim ersten Sehen nicht mitbekommen hat.

  • Matthias Kirsch says:

    28 Days Later

  • schnumsi says:

    Ich sah mal einen Film in dem der nette reiche Nachbar ein Mörder war und alle Freunde und Bekannten des anderen Nachbarn zerstückelt hat—-war echt spannend und gruselig

  • Michael Kastner says:

    Bei ‚The Strangers‘ habe ich mich sehr gegruselt. Es ist einfach eine äußerst unangenehme Vorstellung, dass ein paar Fremde in dein Haus einbrechen.
    Daher bin ich auch auf ‚The Purge‘ sehr gespannt, da er eine ähnliches Setting hat.

  • Lars says:

    Die Welt von „The Road“ hat mich damals komplett aus den Schuhen gehauen. Sie zeichnet eine Zukunft, wie sie in meinen Augen im Falle einer globalen Katastrophe wahrscheinlich wäre: So gut wie keine Informationen über die genaue Ursache, Tod, Barbarei und Kannibalismus. Der Horror, der von den Bildern dieses Films ausgeht, brannte sich damals förmlich in mein Hirn.

  • daskeyzerlein says:

    Gute Frage … würde da die Filme die mich eher erschrecken außen vor lassn. Glaube vom Erlebnis her ist es Poltergeist … sehr jung in einem knarzenden Holzhaus beim Dunkeln im Sturm gesehen … ich war einfach nur fertig …

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