The Transcendence of a Casino in Panem

by on 04/25/2014

Angewandte Filmosophie zum Wochenende

Wir geben euch Tipps für die cineastische Wochenendgestaltung

am 26. und 27. April 2014

cutrin empfiehlt Jung und Schön von Francois Ozon auf DVD

© Weltkino

© Weltkino

Ob Jung und Schön ein guter Film ist, darüber lässt sich ganz bestimmt streiten. In meiner Kritik habe ich für das Werk plädiert, andere Meinungen existieren jedoch ebenfalls in Fülle – filmosophie argumentiert in ihrem Text zum Beispiel ganz anders. Denn Francois Ozon zeigt uns hier ein Mädchen aus gutem Pariser Hause, das sich ohne besonders ersichtliche Gründe prostituiert – eine Situation, die erwartungsgemäß schnell aus dem Ruder läuft. Aber allein schon die Tatsache, dass die Figur der Isabelle (Marine Vacth) so sehr polarisiert, ist für mich ein guter Grund, um dem Streifen eine Chance zu geben. Insofern ist er perfekt geeignet für einen DVD-Abend unter guten Freunden: anschließender Gesprächsstoff ist vorprogrammiert.

dennis empfiehlt Casino am Sonntag, den 27. April um 20:15 Uhr auf Tele 5

© Universal Pictures Germany

© Universal Pictures Germany

Ich muss zugeben, ich habe die Filme von Martin Scorsese zwar früher auch schon gesehen, doch erst in den letzten Jahren wirklich intensiv und tiefgehend für mich entdeckt. Den letzten Impuls haben mir dann wohl die restaurierte Fassung von Taxi Driver und die Ausstellung über das enfant terrible des New Hollywood Kinos im Filmmuseum in Berlin gegeben.
Was mich so fasziniert an seinen Filmen ist, dass Scorsese viel Arbeit in seine Figuren steckt. Die Straße ist eines der zentralen Elemente in seinen Werken. Sie ist Geburtsstätte der Kriminalität und somit der Personen, denen er so viel Beachtung in seinen Filmen schenkt. Diese Figuren sind jedoch nicht durch und durch böse und im Kern scheinen sie gute Menschen. Die Umstände und der Ort haben sie zu dem gemacht, was sie heute sind. Zwar spielt Casino nicht in dem für Scorsese typischen New York, jedoch greift der Film genau dieses Elemente auf und ist somit ein sehenswerter Film des Gangstergenres, das er nur zu gut beherrscht.

filmosophie empfiehlt Die Tribute von Panem – The Hunger Games am 27. April um 15:25 Uhr auf Pro 7

© Studiocanal

© Studiocanal

Was ist eigentlich mit dem Kinoprogramm kaputt? 14 Filme laufen an und keinen davon kann ich uneingeschränkt empfehlen (ich habe allerdings auch nicht alle davon gesehen). Aber da das Wetter ja gerade verrückt spielt und Sonne und Hagel sich unberechenbar abwechseln, ist ein Fernsehnachmittag vielleicht gar nicht so verkehrt. Mit Die Tribute von Panem – The Hunger Games kann man sich herrlich in eine Welt flüchten, in der es noch gräulicher zugeht als in unserer und außerdem ein intelligentes Science Fiction Szenario genießen, dass einen zum Nachdenken über eben jenen Fernseher zwingt, in den man gerade hineinschaut. Quasi voll meta, wenn man sich das Ganze im Fernsehen statt im Kino ansieht. 😉

ben empfiehlt Transcendence von Wally Pfister im Kino

© Tobis Film

© Tobis Film

Sicherlich fragt ihr euch jetzt: Wer zum Henker ist Wally Pfister? Mit ziemlicher Sicherheit habt ihr aber mindestens eine Arbeit von ihm gesehen, denn Mr. Pfister ist quasi der Hofkameramann von niemand Geringerem als Christopher Nolan höchstselbst. Mit Transcendence wagt Wally Pfister nun sein Regiedebüt, mit an Bord sind Johnny Depp, Rebecca Hall, Paul Bettany, Cillian Murphy und natürlich darf auch der Erklärbär Morgen Freeman nicht fehlen. Doch was bedeutet schon eine beeindruckende Cast, wenn die Story nicht überzeugen kann? Tatsächlich habe ich bis dato nicht nur Gutes über den Film gehört, der Trailer hat mich allerdings schon ein wenig in Begeisterung versetzt. Story? Dr. Will Caster (Johnny Depp) ist führend auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz und sein Ziel ist es, diese auch mit menschlichen Emotionen auszustatten, damit Computer die Leistungen des menschlichen Gehirns übertreffen. Nach einem Anschlag, bei dem er schwer verletzt wird, bleibt seiner Frau nur eine Möglichkeit, ihn zu retten: Sie verbindet sein Bewusstsein mit einem Computer und diese Kombination macht Will Caster zu einer machthungrigen Übermaschine. Klingt doch eigentlich ganz nett, oder?

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