Verlosung: Drei mal Vulva 3.0 für daheim

by on 04/18/2014
© Lauramedia

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Bei der diesjährigen Berlinale machten cutrin und ich eine große Entdeckung namens Vulva 3.0. Der Dokumentarfilm von Claudia Richarz und Ulrike Zimmermann über der Frau schönstes und interessantestes Organ hat uns so gut gefallen, dass wir kurzum beschlossen, jeder Mensch müsse ihn gesehen haben. Und um dazu unseren Teil beizutragen, verlosen wir jetzt 3 DVDs von Vulva 3.0. Um in den Lostopf zu gelangen, müsst ihr uns nur bis zum 25. April 2013 um 23:59:59 Uhr in den Kommentaren oder per Email an info[at]filmosophie.com mitteilen, welcher Film eurer Meinung nach in der Schule zum Pflichtprogramm gehören sollte. Ob das ein Dokumentar- oder Spielfilm ist, spielt keine Rolle. Und falls es mit dem Gewinn nicht klappt: Am 25. April 2014 ist Vulva 3.0 auch regulär im Handel erhältlich.

Und zur Einstimmung gibt es einen kleinen Auszug aus cutrins Kritik: „Ihr Werk ist eine Bestandsaufnahme geworden, die alle Aspekte abdeckt, die einem so einfallen, wenn man an die öffentliche Wahrnehmung der Vulva denkt. Da gibt es eine historische Perspektive, die Medizinisch-Anatomische, es gibt Sexualforscherinnen, Psychologinnen, feministische Künstlerinnen, Frauen und andere unterschiedlich Beteiligte aus dem Geschäft mit der Lust, Expert_Innen für die noch immer in manchen Regionen der Erde praktizierte Genitalverstümmelung und natürlich auch Ärzte, die in Zeiten radikal normierter Schönheit ein ganz besonders lukratives Geschäftsmodell für sich entdeckt haben.“

Wie immer fangen wir an und erzählen euch, welche Filme wir gerne in den Lehrplan aufnehmen würden:

filmosophie: Im Grunde finde ich alle Dokumentarfilme bildend und sehe darin großes Potential, junge Menschen für gesellschaftlich relevante Themen zu begeistern. Als jüngstes Beispiel muss ich Die Arier nennen, den ich beim Achtung Berlin Festival gesehen habe und in der sich die Filmemacherin kritisch mit dem Arier-Begriff auseinandersetzt. Eine ausführliche Begründung, wieso niemand den Film verpassen sollte, gibt’s hier.

cutrin: Ganz sicher nicht schaden kann der Dokumentarfilm Is the Man Who is Tall Happy? von Michel Gondry, der in diesem Jahr auf der Berlinale lief und im Grunde nichts anderes als eine mit liebevollen Handzeichnungen animierte Konversation des Regisseurs mit dem großen Noam Chomsky ist. Eine wunderbar faszinierende und unterhaltsame Möglichkeit, Zuschauer mit Themenkomplexen wie der Philosophie oder den Sprachwissenschaften in Kontakt zu bringen und vor allem eine Botschaft zu vermitteln: dass es sich lohnt, mit offenen Augen die Welt wahrzunehmen. Meine Kritik gibt es hier.

dennis: Ich schließe mich den beiden vorherigen Vorschlägen an und möchte Euch auch einen Dokumentarfilm empfehlen. Dabei handelt es sich um den kleinen aber feinen Film Im Himmel, unter der Erde von Britta Wauer aus dem Jahr 2011. Der Film erzählt die Geschichte des unter Denkmalschutz stehenden größten europäischen jüdischen Friedhofs ins Berlin-Weißensee. Britta Wauer bietet mit ihrem Film nicht nur interessante Einblicke in die jüdische Kultur und Geschichte, sondern zeigt darüber hinaus auch, dass ein Friedhof entgegen dem allgemeinen Bild, ein sehr schöner und vor allem lebendiger Ort sein kann.

ben: Einer der besten Dokumentarfilme in den letzten Jahren ist ohne Frage The Act of Killing von Joshua Oppenheimer, und das nicht nur wegen des relevanten Themas und der schönen Bilder, sondern vor allem aufgrund seiner Machart und seines Aufbaus. Im Fokus stehen die traurige Geschichte des Massakers in Indonesien 1965-66 und die an diesen Morden maßgeblich Beteiligten, die sich nach wie vor als Helden feiern und auch als solche wahrgenommen werden. Aus diesem Grund beschloss Joshua Oppenheimer, diesen eine Plattform zu geben, sich lebst zu feiern und die Geschehnisse von damals nachzustellen, was zu einer überraschenden inneren Wende in der Selbstwahrnehmung der Mörder führt.

12 Responses to “Verlosung: Drei mal Vulva 3.0 für daheim”

  • Lin says:

    Ich finde *Ich fuehl mich Disco* von Axel Ranisch ist ein solcher Film, von dem viele Jugendliche profitieren koennten. Ein derart sensibler Umgang mit Themen, die so viele in diesem Alter beschaeftigen – die Unsicherheiten ueber den eigenen Koerper, das Verhaeltnis zu den Eltern, die Kommunikationsebenen, die eigene Sexualitaet. Ranisch inszeniert das auf eine Art, in der man sich gerne darauf einlaesst diese Felder zu begehen, richtig mitreißend und herzerweichend. Daraus kann ein guter Diskurs entstehen, im Klassenverbund sowie zu Hause mit Familie und FreundInnen.

  • Matthias Kirsch says:
  • Sindy says:

    entweder „Die Welle“ oder „The Philosophers“

  • Rene says:

    „Im Westen nichts neues“ sollte an jeder Schule gezeigt werden, um an die Trauma des Krieges zu erinnern und abzuschrecken. Mich hat dieser Film in der 11. Klasse sehr bewegt.

  • Reinhold says:

    Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

  • Verena says:

    Letztens erst gesehen und hätte mir in der Schule zur Sensibilisierung zum Thema neuropsychiatrische Erkrankungen sicher was gebracht: Vincent will Meer!

  • rrho says:

    Der große Diktator.

  • Katharina says:

    Unbedingt und nach wie vor:

    Black Box BRD von Andres Veiel

    Fast schon ein Klassiker unter den Dokumentarfilmen und er spricht das wichtige zeitgeschichtliche Thema RAF und Bleierne Zeit an!

  • Nik says:

    „Shoah“ von Claude Lanzmann.

  • Nadin says:

    Oh, da gäbe es einige. Um mal grob beim Thema „Tabu-Organe“ zu bleiben: der wunderbare argentinische Spielfilm XXY von Lucía Puenzo.

  • Tine says:

    Food Inc. sollte in der Schule gezeigt werden!

  • Nici says:

    Fahrenheit 451 ist sehr empfehlenswert

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