Walter, der Präsident und der großer Coup

by on 01/15/2016

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Angewandte Filmosophie zum Wochenende
Wir geben euch Tipps für die cineastische Wochenendgestaltung
am 16. und 17. Januar 2016

dennis empfiehlt Das erstaunliche Leben des Walter Mitty von Ben Stiller am Sonntag, den 17. Januar um 20:15 auf ProSieben

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© 2013 Twentieth Century Fox

Wenn das Wetter draußen grau und unfreundlich ist, ist es Zeit, für einen Film der gute Laune macht. Für mich ist das Das erstaunliche Leben des Walter Mitty von und mit Ben Stiller, von dem ich damals sichtlich überrascht war. Im Prinzip ist die Botschaft des Films erschreckend einfach, doch eigentlich fundamental: lebe deinen Traum und habe keine Angst vor dem Leben. Das Schöne an diesem Film ist, dass er diese einfach Botschaft auf eine sehr eigene und visuell tolle und vor allem sehr witzige Art und Weise vermittelt. Gepaart mit einem Soundtrack, der Ohrwurmcharakter hat, ist dieser Film ein kleines Juwel, der garantiert Lust auf das Leben macht und vielleicht sogar dazu animiert, sich das Skateboard zu schnappen und auf einer einsamen Straßen auf Island den Abhang runter zu brettern. Meine Kritik zum Film von 2013 könnt ihr hier nachlesen.

quadzar empfiehlt The President von Mohsen Makhmalbaf im Kino

 © Bac Films

© Bac Films

Dafür ist die Sneak gut: Filme sehen, die einem sonst entgangen wären. The President von Mohsen Makhmalbaf hätte ich mir mangels Wissen um seine Existenz wohl kaum selbst angetan. Ich bin also froh, dass er mir angetan wurde. Die märchenhafte Satire um einen Despoten und seinen Enkel, die vor der Militär-Revolution fliehen, ist vieles: Lustig, voller alterwürdiger Stilelemente, skuriller Charaktere, grausamer Ehrlichkeit und vor allem nicht oberflächlich. Hier gibt es keine Helden, hier gibt es nur Fragen. Fragen zur Gewalt an sich und diese werden viel zu selten gestellt, denn Fragen zur Schuld sind natürlich aufregender. Mehr findet ihr in meiner Kritik zu The President.

cutrin empfiehlt The Big Short von Adam McKay im Kino

© Paramount Pictures Germany

© Paramount Pictures Germany

Es gibt Themen, mit denen man mich in der Regel jagen kann: Wirtschaft und Finanzen gehören dazu. The Big Short funktionierte aber nicht nur für die Academy, sondern auch für mich, und das nicht nur wegen des zugegeben bestechenden Casts: Ryan Gosling, Christian Bale, Brad Pitt und Steve Carell sind die Hauptdarsteller in diesem Drama von der Wall Street. Sie spielen Außenseiter der Börsenwelt, die das Platzen der Immobilienblase und den großen Finanzcrash von 2008 schon lange vorhersehen konnten, nur dass ihnen niemand glauben wollte. Länger als zwei Stunden läuft Adam McKays Werk, und ist in all seiner Dialoglastigkeit trotzdem noch so unterhaltsam, dass es kein bisschen langweilig wird. Selbst ich als ausgewachsene Finanz-Laiin konnte den Ereignissen folgen, weil zum Beispiel Selena Gomez oder Margot Robbie als Erklärbären die vierte Wand durchbrachen. Entgegen aller Skepsis stellte sich The Big Short tatsächlich als clever und kurzweilig, rasant und kreativ heraus. Mehr dazu in meiner ausführlichen Kritik.

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