Women Make Great Films

by on 04/14/2015

ClipTipp der Woche

Wir präsentieren unser Lieblingsvideo der Woche

Die vergangene Berlinale stand ganz im Zeichen der Pro Quote Regie Initiative, also der Bemühen des gleichnamigen Vereins, eine Quote für Regisseurinnen in der deutschen Filmförderung sowie Kino- und Fernsehproduktion zu erreichen. Zahlreiche Veranstaltungen und vor allem Podiumsdiskussionen widmeten sich diesem Thema, darunter auch ein internationaler Panel mit dem Titel „Get Networked Up“, bei dem sich Filmlöwinnen aus aller Herinnen Länder über ihre Arbeit, Kooperationen und Perspektiven austauschten. Mit dabei auch Jasmila Zbanic (For Those Who Can Tell No Tales), die das Vidoeprojekt „Women Make Great Films“ vorstellte, ein Zusammenschnitt verschiedener Statements bekannter Regisseur_innen zu den Potentialen weiblicher Filmproduktion.

Man_frau sollte ja meinen, dass die Botschaft selbstverständlich ist. Natürlich machen Frauen großartige Filme. Warum auch nicht? Werfen wir jedoch einen kritischen Blick auf die Kino- und Medienlandschaft, so scheint diese Tatsache noch nicht zu allen Menschen durchgedrungen zu sein. Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zum Beispiel, stammen nur 11% der fiktionalen Prime Time Filmminuten von Regisseurinnen (bei den Dokus sind es mehr, aus dem ganz einfach Grund, weil hierbei weniger Geld fließt). Ob der Clip „Women Make Great Films“ dies ändern wird, ist fraglich, aber einen Beitrag leisten kann er in jedem Fall. Nicht nur wegen der überzeugenden Statements, sondern auch auf Grund des Humors, mit denen die Sprecher_innen die Absurdität des Status Quo zuweilen darlegen. Das ist auf jeden Fall einen Klick und noch viel mehr ein Teilen auf Sozialen Netzwerken wert.

Und wer sich noch einmal selbst davon überzeugen will, dass Frauen großartige Filme machen, dem möchte ich das Internationale Frauenfilmfestival Dortmund-Köln ans Herz legen. Dort laufen neben den Berlinale Gewinner_innen Body und Stella auch hochinteressante ältere Werke, zum Beispiel von der „filmenden Bäckerin“ Elisabeth Wilms. Und wer gerade nicht in Dortmund ist, dem sei Tipp Nummer Zwei ans Herz gelegt: Mein neuer Blog Filmlöwin. Dort gibt es nicht nur eine Berichterstattung zum Frauenfilmfestival, sondern viele weitere Filmkritiken und Interviews zu starken Filmfrauen.

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