Zieht Shia LaBeouf für Lars von Trier blank?

by on 08/17/2012

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© UIP

Die meisten kennen Shia LaBeouf aus dem Transformers-Franchise oder aus Wall Street:Geld schläft nicht. Die Meinungen über sein Talent sind recht geteilt. Allen seinen Kritikern wird es Shia jetzt aber richtig zeigen, denn wie kürzlich unter anderem der Hollywood Reporter berichtete, will er sich jetzt von den großen Hollywoodproduktionen verabschieden und dem Independentkino widmen.

„There’s no room for being a visionary in the studio system. It literally cannot exist“, erklärte sich LaBeouf. Mir war bis dato ja gar nicht bewusst, dass es sich bei dem jungen Mann gar um einen Visionär handelt. Offenbar macht es ihm mehr Freude, für einen kleinen Film wie Lawless einzustehen und um Aufmerksamkeit und Erfolg zu kämpfen, als mit einem explosiven Blockbuster à la Transformers ohne Eigenaufwand im Rampenlicht zu stehen. Neben Lawless wird er auch in Robert Redfords The Company you keep zu sehen sein, der beim Filmfestival in Venedig premiert.

Die Kirsche auf dem Sahnehäubchen der Arthaus Karriere von Herrn LaBeouf ist aber eine weitaus größere Nummer. Ausgerechnet das pornöse Projekt Nymphomaniac von Lars von Trier hat es ihm angetan. Hierbei handelt es sich sozusagen um die sexuelle Biographie einer Frau (Charlotte Gainsbourg), bei der es ziemlich explizit zugehen wird. Daher wir der Film auch in zwei Versionen in die Kinos kommen: Eine Blümchenfassung und eine, die dem Zuschauer wenig Raum für Fantasie lässt. Entblößen muss sich Shia LaBeouf aber so oder so. Er wird wohl kaum nur für die Blümchenversion unterschreiben können. Dabei ist Nacktheit wohl das kleinere Problem. Denn wie The Playlist berichtete, verpflichtet sich der Transformers-Star mit seiner Unterschrift auch noch für ganz andere Aktivitäten: „There’s a disclaimer at the top of the script that basically says, we’re doing [the sex] for real. And anything that is ‚illegal‘ will be shot in blurred images, but other than that, everything is happening,“ erzählt LaBeouf.

Shia LaBeouf scheint hin- und hergerissen zwischen jugendlicher Experimentierfreude und verschüchterter Panik. Auf der einen Seite spricht er von einem „wilden Film“ und kündigt an, alles zu tun, was ihm Lars von Trier abverlange. Gleichzeitig gesteht er, dass ihm der Regisseur durchaus Angst einjage: „And I’m only going to work now when I’m terrified.“

Wenn ich an Lars von Trier und explizite Sexszenen denke, fallen mir Namen wie die schon erwähnte Charlotte Gainsbourg und ihr Antichrist-Spielpartner Willem Dafoe ein. Nach längerem Nachdenken komme ich auf den Namen Michael Fassbender und an der Grenze zum Mainstream würde ich das vielleicht noch Viggo Mortensen zutrauen. Aber ganz bestimmt denke ich dabei nicht an Shia LaBeouf. Vielleicht tue ich dem Jungspund auch Unrecht. Ich bin auf jeden Fall im höchsten Grade gespannt, was für eine Rolle er in Nymphomaniac übernehmen wird. Am Ende Spielt er vielleicht nur einen Pizzaboten mit fünf Minuten Screentime, der sich nicht einmal entkleiden muss. Wer weiß!

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